Sensation, aber viel Schatten – Platz 7

Eine erwartete Auftakt-Niederlage gegen Georgien, dann ein Sensationssieg über Olympiasieger Frankreich und noch eine Niederlage gegen Gastgeber Russland – Österreich belegte bei der Mixed-Team-EM im russischen Ufa Platz 7. Was schmerzt, waren die beiden 0:4-Niederlagen. Was erfreulich war, dass beim 4:2 über die Franzosen auch die beiden Wiener Judoka – Magda Krssakova (JC Sirvan/bis 70 kg) und Stephan Hegyi (SC Hakoah/über 90) punkteten. Schon bald geht es für den ÖJV-Kader zum Training auf die Kanaren.

Freilich. Frankreich trat nicht mit seiner ersten Garnitur an, immerhin aber schaffte Österreichs Team auch gegen einen deshalb keineswegs schwachen Gegner einen 4:2-Sieg. Neben Krssakova und Hegyi sorgten die Olympia-Zweite Michaela Polleres (über 70 kg) und ihr Wimpassinger Klubkollege Lukas Reiter (bis 73 kg) für Österreichs Siege, davor (gegen Georgien) und danach (gegen Russland) gab es nur vier Kämpfe – mit 0:4 standen die Gegner als Sieger fest, die beiden restlichen Kämpfe wurden nicht mehr ausgetragen. Für ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch war das „natürlich enttäuschend, gegen Georgien und Russland mit 0:4 zu verlieren. Da hätte ich mir definitiv mehr Gegenwehr erwartet. Zufrieden war ich nur mit der Leistung beim 4:2-Erfolg über Frankreich. Da haben wir uns richtig gut verkauft und selbstbewusst, mutig gekämpft. Platz 7 ist okay, für eine Medaille wäre definitiv etwas mehr Losglück nötig gewesen. Und Medaillen müssen bei jedem Antreten unser Anspruch sein.“

Schon nächste Woche Sonntag geht es zu einem zweiwöchigen Trainingscamp nach Lanzarote. Bönisch: „Der Klub La Santa bietet uns ideale Bedingungen, um Kondition und Kraft zu tanken. Der Judogi bleibt zu Hause. Mehr als 80 Sportarten lassen sich dort ausüben. Wir werden das Angebot nützen, um möglichst vielfältig an unserer Fitness zu arbeiten. Die Latte fürs nächste Jahr liegt entsprechend hoch: Wir wollen definitiv wieder EM- und WM-Medaillen holen und möglichst gut in die bereits im Mai startende Olympia-Qualifikation starten. Unser Fernziel lautet: Wir möchten bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris im Mixed-Team-Bewerb vertreten sein. Dazu müssten wir sechs Einzelstart-Qualifikationen schaffen.“

Foto oben: So schwor sich das ÖJV-Team auf die Kämpfe bei der Mixed-EM ein. Am Ende wurde es Platz 7. - @EJU

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