Nach U21 auch bei U23 keine EM-Medaille

Nachdem zwei fünfte Plätze bei der kürzlichen U21-EM Österreichs „Ausbeute“ waren, gab es auch bei der U23-EM in Porec (CRO) keine ÖJV-Medaille. Nach dem siebenten Platz von Mathias Czizsek (bis 73 kg/Volksbank Galaxy Tigers), der allerdings in der Trostrunde verletzt nicht mehr antreten konnte, gab es am Dienstag auch für die Wimpassingerin Marlene Hunger (bis 78 Kilo) Rang 7. Alle anderen, auch die Wienerinnen, mussten vorzeitig die Segel streichen. Erfolgreichste EM-Nation war Georgien.

Insgeheim hatte Czizsek mit einer Spitzenplatzierung spekuliert. Doch der 21-jährige Wiener zeigte sich nicht in gewohnter Form, musste sich im Viertelfinale Koen Heg (NED), Bronzemedaillengewinner der U-21-EM, mit Waza-ari geschlagen geben und zog sich zu allem Überdruss dabei noch eine Schulterverletzung zu. In der Trostrunde konnte er nicht mehr antreten – Oron Giner (ISR) stieg kampflos in das kleine Finale um Bronze auf, für Mathias blieb nur Platz 7.

Nicht weniger als 7:32 Minuten hatte es gedauert, bis Czizsek das Drittrunden-Duell gegen den Slowenen Goran Kelava für sich entschieden hatte. Zweimal sah der Wiener bereits wie der sichere Verlierer aus, doch beide Male schlug er zurück. In der regulären Kampfzeit egalisierte der 21-Jährige eine Waza-ari-Wertung des Slowenen, im Golden Score stand er dann mit zwei Shidos schon mit dem Rücken zur Wand. In der achten Kampfminute gelang dem ÖJV-Judoka mit einer Kontertechnik (nach Seoi-nage) der Ippon-Sieg im Marathon-Duell. Im Viertelfinale gab’s dann gegen den starken Niederländer Koen Heg, Bronzemedaillengewinner der Unter-21-EM, eine Niederlage durch Waza-ari. Dabei verletzte sich Czizsek an der Schulter und konnte seine Chance auf Bronze über die Trostrunde nicht mehr nützen. . „Bei dieser Auslosung wäre ein Platz im Semifinale absolut möglich gewesen. Aber Mathias konnte schon vor der Verletzung seine Normalleistung – wie zuletzt beim Grand Slam in Budapest – nicht abrufen. Er hat sich heute unter Wert verkauft“, kommentierte Männer-Nationaltrainer Bela Riesz. „Wie schwer die Schulterverletzung ist, wird eine MRT-Untersuchung am Dienstag in Wien ergeben.“

Jacqueline Springer (Vienna Samurai) schied bis 48 kg mit einer Ippon-Niederlage gegen Fatime Beringer (UNG) ebenso aus wie die erst 18-jährige Laura Kallinger (Judoring), die in der Klasse bis 63 Kilo von der Polin Angelika Szyanska festgehalten wurde. Leider konnte am Dienstag bis 90 Kilo Galaxy-Judoka Aslan Papoyan nicht auf die Matte steigen – auch er ist verletzt.

Drei Nationen holten je zwei EM-Titel. Georgien (2/2/4) holte die Medaillenwertung vor Frankreich (2/1/3) und den Niederlanden (2/0/3). Weitere Klassensiege (je einer) gingen an Russland, Kroatien, Ungarn, Israel, Italien, Spanien, Dänemark und Moldawien. An der EM im kroatischen Mittelmeer-Ort nahmen 328 Judoka aus 36 Ländern teil. In der Nationenwertung, in der auch 5. und 7. Plätze gewertet werden, landete Österreichs Team auf dem enttäuschenden 28. Platz.

Alle Ergebnisse aus Porec findet ihr hier.

Foto: Bei einem Ausflug ans Meer am Wochenende waren Wiens Judoka noch guter Dinge - von links, soferne man sie unter den Masken erkennen kann: Aslan Papoyan, Mathias Czizsek, Damen-Referent Martin Grafl, Laura Kallinger und Jacqueline Springer - @privat

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