Die Frauen von Vienna Samurai sind auf dem besten Weg, sich für das Final Four im November zu qualifizieren. Die Judoka aus der Leopoldstadt feierten in Strasswalchen in den ersten fünf Bundesliga-Runden vier Siege, darunter mit 4:3 gegen den amtierenden Meister Leibnitz, und mussten sich nur einmal (gegen Mühlviertel) geschlagen geben. Damit Rang drei zur Liga-Halbzeit, mit Respektabstand nach hinten und nur einen Punkt hinter der Spitze.
Erst im letzten Duell des Tages, gegen Mühlviertel, wurden die Samurais mit 2:4 gestoppt – dennoch: der Pfingstausflug in den Salzburger Flachgau war ein sehr erfolgreicher. Vier Siege, darunter mit 4:3 nach Entscheidungskampf gegen Meister Leibnitz. Da feierte die einzige Samurai-Legionärin Lisabeth Emilius eine gelungene Revanche für die eigentliche Niederlage (durch drei Shidos – Hansokumake) gegen Maya Kochauf. Die 27-jährige Deutsche holte zwar den wichtigsten Sieg des Tages, verlor aber auch (gegen Mühlviertel) ein zweites Mal. Drei Samurais hingegen feierten vier von fünf möglichen Siegen: Leonie Bayr (bis 70 Kilo – 420 UBW-Punkte), die starke, noch Kadetten-berechtigte Laura-Sophie Kunyik (bis 48 – 404) und Schwergewichtlerin Jael Wernert (322).
Damit haben die Wienerinnen für die Rückrunde im Herbst eine ausgezeichnete Ausgangsposition. „Das Final Four sollten wir uns jetzt nicht mehr nehmen lassen“, war Teamchefin Narges Mohseni hochzufrieden. In dieser Form können die Samurai-Girls nicht nur ins Finale kommen, sondern sogar ernsthaft um den Titel mitreden. „Ja, das wollen wir“, frohlockt Narges.
Frauen-Bundesliga, Grunddurchgang (Runden 1 – 5): Runde 1: Vienna Samurai – PSV-Flachgau 4:2 Samurai-Punkte: Kunyik, Emilius, Amann, Wernert), Askö Reichraming – Team Steiermark 5:1, SU Raiffeisenbank Judo Leibnitz – UJZ Mühlviertel 4:3 nach Entscheidungskampf, Runde 2: Team Steiermark – Vienna Samurai 0:6 (Kunyik, Emilius, Türk, Amann, Bayr, Wernert), SU Raiffeisenbank Judo Leibnitz – Askö Reichraming 5:1, PSV-Flachgau – UJZ Mühlviertel 3:4 n. E. (Jasmin Mantaeva/-48), Runde 3: PSV-Flachgau – Team Steiermark 4:2, Vienna Samurai – SU Raiffeisenbank Judo Leibnitz 4:3 n. E. (Kunyik, Türk, Bayr – Entscheidungskampf Sieg Emilius/-52), UJZ Mühlviertel – Askö Reichraming 4:2, Runde 4: UJZ Mühlviertel – Team Steiermark 5:1, Askö Reichraming – Vienna Samurai 0:6 (Kunyik, Emilius, Türk, Amann, Wernert, Bayr), SU Raiffeisenbank Judo Leibnitz – PSV-Flachgau 5:1, Runde 5: PSV-Flachgau – Askö Reichraming 0:6, Vienna Samurai – UJZ Mühlviertel 2:4 (Wernert, Bayr), Team Steiermark – SU Raiffeisenbank Judo Leibnitz 0:6.
Judo-Bundesliga Frauen 2026
Foto: Lisabeth EMILIUS (weißer Judogi) gewann den Entscheidungskampf gegen Meister Leibnitz - @Judo Austria / Oliver Sellner
