EM-Start misslang

Leider kein Erfolgserlebnis für Österreich am zweiten Tag der Judo-EM in Tiflis (GEO). Lubjana Piovesana (LZ Hohenems), bis 63 Kilo an Nummer 6 gesetzt, verlor ihren Auftaktkampf gegen Leila Mazouzi (SLO) mit Ippon, Samuel Gaßner (UJZ Mühlviertel) schied in der Kategorie bis 73 Kilo nach einem Sieg über 66-Kilo-Olympiasieger Fabio Basile (ITA) in Runde 2 gegen Akil Gjakova (KOS) mit Waza-ari zu Ippon aus.

Nachdem Gaßner Italiens 66-Kilo-Olympiasieger von Rio 2016 nach 1:47 Minuten mit Ippon für Osaekomi besiegt hatte, führte der Mühlviertler auch gegen den Olympia-Fünften Gjakova mit Waza-ari, verlor aber noch mit Ippon. „Ich habe taktisch ein bisschen den Faden verloren und bin von meinem Konzept abgewichen. Als ich den Griff gewechselt habe, hat er mich mit De-ashi-barai (Fußfeger) erwischt. Das war ein unnötiger Fehler“, haderte Gaßner. Tatsächlich wäre mehr drin gewesen für unseren „Sammy“ …

„Lulu“ musste sich bei ihrem ersten Antreten in diesem Jahr der im Ranking weit hinter ihr liegenden Slowenin Mazouzi mit Ippon für eine Beintechnik (Ko-soto-gake) geschlagen geben. ÖJV-Sportdirektor Markus Moser kommentierte das Ausscheiden Lubjanas so: „Lulu war kurz unaufmerksam, hat ein paar Schritte zurück gemacht und wurde eiskalt erwischt. Dieser Ausgang entspricht nicht dem Kräfteverhältnis der beiden.“ Am Ende zählte aber der Ippon für Mazouzi – bitter genug für die Austro-Britin …

Neuer Tag, neue Chance, neue Hoffnung – Samstag sind gleich fünf ÖJV-Judoka am Start, mit Michaela Polleres (bis 70 Kilo) und Bernd Fasching (bis 81 kg) steigen zwei auf die Tatami, die vom Potenzial her für eine Medaille gut sind. Aus Wiener Sicht ist auch noch Magamed Borchashvilli (Galaxy / bis 81 kg) dabei.

Am Freitag war „Georgien-Tag“ in Tiflis. Mit Lasha Shavdatuashvili (bis 73 Kilo) und Eteri Liparteliani (bis 57 Kilo) versetzten zwei Judoka des Gastgebers die Halle in Ekstase. Die dritte Goldene sicherte sich eine alte Bekannte – Joanne van Lieshout (NED) gewann die Klasse bis 63 Kilo. Frankreich (2/2/3) behauptete in der Medaillenwertung die Führung, Georgien (2/1/0) ist nun Zweiter vor Russland (1/1/1). Je einmal Gold holten bisher der Kosovo und die Niederlande.

Alle Ergebnisse aus Tiflis findet ihr hier.

Foto: So wurde Samuel GASSNER von Akil GJAKOVA von den Beinen geholt - @EJU / Gabi Juan

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