4 von 9 aus Wien

Mit neun Judoka wird Österreich Mitte April in die Europameisterschaft in Tiflis gehen, vier von ihnen kommen aus Wiener Vereinen. Die beiden Galaxy-Athleten Bernd Fasching (bis 81 Kilo) sowie die Brüder Magamed (bis 81) und Movli Borchashvilli (über 100 kg) sowie Stephan Hegyi (SC Hakoah / über 100 kg), der schon zwei Einzel-EM-Medaillen hat. Die Olympia-Fünfte Lubjana Piovesana (LZ Hohenems / bis 63 Kilo) feiert nach ihrer Verletzung ein Comeback. Angeführt wird das Team natürlich von der zweifachen Olympia-Medaillengewinnerin Michaela Polleres (bis 70 kg).

Olympia-Star Polleres (Silber 2021 Tokio, Bronze 2024 Paris) hatte die EM und WM 2025 ausgelassen, weil sie sich nach den Spielen 2024 eine anderthalbjährige Auszeit gönnte – nicht zuletzt deshalb gab es für Judo Austria bei diesen Großereignissen des letzten Jahres keine zählbaren Erfolge. Heuer soll es anders laufen. Die EM soll quasi der „Vor-Startschuss“ für die im Juni beginnende Olympia-Qualifikation werden, die WM im Oktober in Baku ist dann der erste große Höhepunkt in Blickrichtung Olympia 2028.

Einer, der stets im Hintergrund ist, sich nie vordrängt, sich aber durchaus Chancen ausrechnen darf, in zwei Jahren in Los Angeles dabei zu sein, ist Movli Borchashvilli. Der 24-Jährige von den Galaxy Tigers hat 2025 sowohl bei der EM als auch WM seine Erstrundenkämpfe gewonnen, aber in Runde zwei verloren. Sein Klubtrainer Thomas Haasmann weiß: „Movli ist fürs Schwergewicht unheimlich schnell. Er hat das Potenzial, auch einmal einen großen Coup zu landen.“ Beim Europacup in Dubrovnik am Wochenende ist Movli sogar topgesetzt.

Österreichs EM-Team für Tiflis (16. bis 19. April): Lubjana Piovesana (LZ Hohenems/bis 63 kg), Michaela Polleres (JC Sparkasse Wimpassing/bis 70); Samuel Gaßner (UJZ Mühlviertel/bis 73 kg), Magamed Borchashvilli, Bernd Fasching (beide Galaxy Judo Tigers/beide bis 81 kg), Issa Naschcho (LZ Multikraft Wels/bis 90), Thomas Scharfetter (JC Sanjindo Bischofshofen/bis 90), Movli Borchashvilli (Galaxy Tigers) und Stephan Hegyi (SC Hakoah/beide über 100 Kilo).

Heinrich-Duo in Polen

Die beiden Athleten des Judoklubs Tantano, Vanessa und Matthias Heinrich, starten am Wochenende in Radom (POL) bei einem Kata-Europaturnier. Die beiden zählen seit Jahren zu den besten Kata-Paaren in Europa.

Foto: Movli BORCHASHVILLI (blau) bei der WM 2025 in Budapest - @Judo Austria / Oliver Sellner

Ähnliche Beiträge

  • Mitmachen erwünscht

    Wir bewegen Österreich – Österreich hilft Österreich Die Initiative WIR BEWEGEN ÖSTERREICH will österreichweit mehr Bewusstsein für Gesundheit und Solidarität schaffen und den Nationalfeiertag zu einem Gemeinschaftserlebnis mit einem zusätzlichen Charity-Gedanken machen. Ziel ist es, im Rahmen der Initiative auch möglichst viele Spenden für ÖSTERREICH HILFT ÖSTERREICH zu sammeln und damit Familien und Kindern, die…

  • Von Thanksgiving bis zur KLM-Tasche

    In freudvoller Erwartung waren im November 1980 fünf österreichische Judoka zur ersten Damen-WM nach New York gereist. Knapp eine Woche später kamen sie mit drei Goldmedaillen im Gepäck nach Hause. Es wurde die erfolgreichste Judo-WM in Österreichs Geschichte. Dank dem „Dreimäderlhaus“ Edith Hrovat (bis 52 kg), Gerda Winklbauer (bis 56 kg) und Edith Simon (bis…

  • „So wie in Graz“

    Mittwoch Mittag begann für Leonie Bayr die „Mission EM-Medaille“ – die 20-jährige Wienerin von Vienna Samurai flog nach Podgorica, wo von Donnerstag bis Sonntag (Mixed) die Junioren-EM über die Matten geht. Leonie, die am Freitag bis 70 Kilo als einzige Wienerin unter fünf ÖJV-Athleten auf die Tatami steigen wird und als erste Gegnerin Hannah Müller…

  • Ums erste Podest

    Die Judo-WM in Baku beginnt zwar schon am Sonntag, für Österreich wird es aber erst am Mittwoch interessant – da steigt Lubjana Piovesana (LZ Hohenems) bis 63 Kilo als erste ÖJV-Athletin in den Saison-Höhepunkt ein. Und die 29-jährige Austro-Britin hat ein klares Ziel – nach drei fünften Platzen bei Großereignissen will sie endlich aufs Podest….

  • Von einstimmig bis zur Quoten-Rechnerei

    Während am Fronleichnams-Tag der seit 2007 im Amt befindliche Marius Vizer (Bild/@Gabriela Sabau) als IJF-Präsident einstimmig wiedergewählt wurde, bereiten sich acht ÖJV-Judoka auf die am Sonntag beginnende WM in Budapest vor. Für drei von ihnen könnte es für die Olympia-Qualifikation noch eine Rechnerei werden. Dabei stehen eine direkte Qualifikation, eine über die Kontinental-Quote und ein…