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Mattengeflüster

Die Protagonisten des Grand Prix-Turniers sind die 479 Judoka aus 59 Nationen, die bis Sonntag auf die Tatami der Tips-Arena in Linz steigen. Aber rundum gibt es viele „G´schichten und G´schichterln“, auf die wir in diesem Beitrag eingehen wollen. Vom Weltmeister, der jetzt TV-Kommentator ist, bis zum „Mind Dojo“, einer Erholungsstätte für Aktive und Coaches. Hier kommen die Mattengeflüster …

„Lupo“ und Judo Austria: Er sollte auf der Gugl den Zuschauern präsentiert werden – aber, auf Grund der aktuellen Weltlage und Problemen mit Flügen – er kam nicht. Dennoch wurde in Linz bekannt gegeben, dass Ludwig Paischer, der mittlerweile 44-jährige Salzburger, in Zukunft eng mit Judo Austria zusammen arbeiten wird. „Lupo“ – der Olympia-Silberne von Peking 2008, Vize-Weltmeister 2005 und zweifache Europameister (bis 60 Kilo) – ist seit zehn Jahren in Tokio im Marketing für „Red Bull“ tätig und wird in Zukunft eng mit seiner Judo-Heimat verbunden sein. „Lupo soll Athleten wie Coaches seine Erfahrungen als Weltklasse-Athlet und als Top-Manager näherbringen bzw. neue Impulse liefern. Da geht es um Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung, um die Karriere danach und auch um Expertise in Coaching-Fragen“, meint ÖJV-Präsident Martin Poiger. „Er weiß, worauf es ankommt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Der Weltmeister als TV-Star: Er wurde 1981 Weltmeister, holte zweimal olympisches Silber und war fünfmal Europameister – jetzt sitzt der Brite Neil Adams, mittlerweile auch schon 67, bei fast allen Events auf der IJF World Tour hinter dem Mikrofon und kommentiert für „judotv.com“ das Geschehen auf den Matten. Und anschließend ist er – oft gemeinsam mit Landsmann Sheldon Franco-Rooks – Interviewer im Format „Golden Score“. Die beiden berichten auch aus Linz. „Ich bin jetzt fast mehr mit Judo unterwegs als zu meiner Zeit als Wettkämpfer“, lacht Neil, der vor allem judotechnisch up to date ist und viele Aktionen auf den Tatamis den Judofans bestens vermittelt.

Mind Dojo: Dort, wo in den letzten Jahren das Medienzentrum war, ist jetzt ein Erholungsraum – mit Sitzgarnituren ausgestattet, mit Kerzenlicht, ein Raum zum Abschalten und Energie aufladen. Das „Mind Dojo – Dojo für die Seele“ ist eine Idee von ÖJV-Vorstandsmitglied und IJF-Mental-Health-Officer Veronika Jakl und feiert in Linz eine Premiere auf der World Tour. Das Feedback ist sehr erfreulich. Jakl: „Wir hatten ständig Besuch, haben teilweise auch psychologische Interventionen durchgeführt. Einige Judoka wollten sogar wissen, ob sie für die Zeit im Mind Dojo zahlen müssen. Die Raumgestaltung wurde von allen gelobt, die Atmosphäre ist sehr angenehm.“ Was will man mehr …

Und so gibt es am Rande eines Grand Prix genug Themen, die berichtenswert sind. Die Bedeutung dieses Turniers unterstrich bei der Eröffnung auch der hohe Besuch – Landeshauptmann Thomas Stelzer und ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer nahmen Siegerehrungen vor. Der ehemalige Olympia-Ruderer kennt die Anforderungen des Spitzensports wie kaum ein anderer und ist ein Freund des Judosports. „Ich gratuliere Judo Austria zu dieser großartigen Veranstaltung“, tat sein Lob gut.

Kein Erfolg in Antalya

Leider keinen Erfolg gab es beim Kadetten-Europacup in Antalya. Der 16-jährige Wiener Sergios Samartzidis (Ratiborets) schied in der Klasse bis 60 Kilo in der ersten Runde gegen den Türken Bilal Efe Asirli aus. Sergios versuchte zwar, vor allem mit Sutemi-waza (Selbstfalltechniken) zum Erfolg zu kommen, aber nach 3:18 Minuten war der Kampf zu Ende. Yuko, Waza-ari, Ippon für seinen Gegner …

Alle Ergebnisse aus Antalya findet ihr hier.

Foto: Das "Mind Dojo", eine rot-weiß-rote Idee, feiert Premiere beim Grand Prix - @Judo Austria / Oliver Sellner

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