Eine Halle für alle

Dort, wo einst das Ferry Dusika-Stadion stand, entsteht derzeit eine neue Sporthalle, die „Sport Arena Wien“ – und es soll eine „Halle für alle“ werden, auch für den Judosport. Bei einem Medientermin am Donnerstag, bei dem auch Bürgermeister Dr. Michael Ludwig und Sportstadtrat Peter Hacker anwesend waren, gab es auch eine Judo-Demonstration von jungen Wiener Talenten. Wir waren dabei …

3.000 Zuschauern soll die neue „Sport Arena Wien“ Platz bieten. Im Juli soll die neue Halle am Handelskai (hinter dem Stadion Center) fertig werden, im September will man sie eröffnen. Und dann soll dieses Sportzentrum auch eine neue Heimstätte für den Judosport werden. Wiens Landesverbands-Präsident Erwin Schön führte aus Anlass dieses Medientermins schon erste Gespräche mit dem Bürgermeister, dem Sportstadtrat und mit Anatol Richter, dem Leiter des Sportamts der Stadt Wien. „Wenn Hockey sogar ein eigenes Stadion bekommt, muss es auch eine fixe Heimstätte für uns geben – Judo ist eine der erfolgreichsten Sommersportarten mit etlichen olympischen Medaillen“, forderte Schön die zuständigen Stellen auf. Zum Bürgermeister meinte er: „Um erfolgreich zu sein, braucht man aber auch die entsprechenden Förderungen.“

Karuna-Klubchef Henrik Schwam hatte seine Nachwuchs-Talente in die Sport Arena gebracht, auch Landestrainerin Lisa Aberger und Fanny Amann waren gekommen. Sportstadtrat Hacker indes plauderte angeregt mit Vardges Ghazaryan, dem schwergewichtigen Talent, das aber auch noch sieben Monate nach der WM seine in Peru verletzte Schulter in einer Schlinge trägt. Der junge Judoka brennt schon auf sein Comeback, wird sich aber noch eine Weile gedulden müssen. „Ich brauche eine gute Physiotherapie“, sagte Vardges zu Hacker. Vielleicht hilft ihm ja die Stadt Wien bei den Kosten dafür …

Der Raum, der in der neuen Arena für Judo vorgesehen ist, steht allerdings bei Großereignissen nicht zur Verfügung, weil dieser Bereich dann zum Pressezentrum wird. „Wir werden eine Lösung finden“, meinte Richter. Und Schön deponierte auch gleich noch einen Wunsch an die hohen Herren: „Eine neue Arena braucht Großveranstaltungen – der Vertrag mit Linz für den Grand Prix läuft nächstes Jahr aus. Wir würden in Wien gerne so ein Turnier haben, oder vielleicht sogar eine EM“, deponierte Schön. 2028 mit der Unter 18- und Unter 23-Meisterschaft (im Jänner) und 2029 mit der Staatsmeisterschaft (im Oktober) sind jedenfalls schon zwei nationale Termine in dieser neuen „Sport Arena Wien“ gebucht. Spätestens dann werden alle Judoka die „Halle für alle“ kennenlernen …

Foto: Nach der Judovorführung in der neuen "Sport Arena Wien" mit den Judoka sowie Bürgermeister Dr. Michael LUDWIG und Sportstadtrat Peter HACKER (rechts) - @joe
Medientermin mit Bürgermeister Michael Ludwig
Medientermin in der Sport Arena Wien. LV-Präsident Erwin Schön (ganz links) und Pressereferent Josef Langer (ganz rechts) im Gespräch mit Bürgermeister Michael Ludwig (rechts) und Chef der MA51 Anatol Richter (links).

Ähnliche Beiträge

  • In der Prager „Blase“ um EM-Edelmetall

    Was haben Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem und 358 Judoka gemeinsam? Zu einen, dass sie diese Woche in einer „O2-Arena“ auftreten; zum anderen, dass alle in einer so genannten „Blase“ ihrem Sport nachgehen. Thiem beim ATP-Finale in London, die Judoka aus 41 Ländern bei der schon viermal verschobenen EM der Allgemeinen Klasse. Die ab Donnerstag mit…

  • Tokio 1964: Platz 6 bei der Olympia-Premiere

    In einer Woche werden mit einem Jahr Verspätung die pandemiegeplagten Olympischen Spiele 2020 in Tokio eröffnet, schon tags darauf beginnen im Nippon Budokan die Judobewerbe. Mit sechs ÖJV-Judoka, die allesamt ein Ziel haben: eine Medaille! Es wäre die erste seit Silber 2008 in Peking durch Ludwig Paischer. Und nach zweimal Gold für Peter Seisenbacher (1984…

  • „Besser als Baku 2018“

    Wie sieht eine ÖJV-Bilanz der Einzelbewerbe der Judo-WM 2019 in Tokio aus? Jedenfalls „besser als Baku 2018“, wie es Nationaltrainer Patrick Rusch sagt. Ein fünfter Platz von Michaela Polleres war die Ausbeute, dennoch war Tokio schon die sechste WM in Serie ohne ÖJV-Edelmetall. Eine Bilanz vor dem Mixed-Bewerb, in dem Österreich am Sonntag als klarer…

  • U21 Gipfeltreffen in Graz

    Von 15.-16. Juli findet im Raiffeisensportpark Graz der Junioren Europacup statt. 453 Athleten aus 28 Nationen werden im Rahmen des Junioren-Europacups am kommenden Wochenende in Graz erwartet. Der Countdown für das größte Judo-Junioren-Turnier Europas läuft auf Hochtouren. Zum zweiten Mal gastiert der EJU-Zirkus im Raiffeisen-Sportpark in Graz. Es ist die 12. von insgesamt 14 Europacup-Stationen…

  • Double unmöglich

    Am Wochenende finden in Linz die Österreichischen Meisterschaften Unter 18 (Samstag) und Unter 23 (Sonntag) statt, bei denen Wien insgesamt acht Titel zu verteidigen hat. Doch Galaxy-Judoka Lukas Angerer, der 2025 in Schwaz das Gold-Double (U18 und U23) geschafft hat, kann dieses Kunststück nicht wiederholen. Obwohl der Schwergewichtler erst im November 18 wird, darf er…

  • Den Schwung mitnehmen!

    Mit zweimal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze war das European Open vor zwei Wochen in Györ für Österreich und auch die Wiener Judoka erfolgreich. Drei aus der Bundeshauptstadt schafften den Einzug ins Finale, das sie leider verloren haben – Laura Kallinger (Judoring / bis 57 kg), Bernd Fasching (bis 81 kg) und Movli Borchashvilli…