Liga-Hit & Vienna Open

Nach dem internationalen Herbst-Auftakt mit dem Grand Prix in Zagreb geht es am Wochenende national weiter – und gleich mit einem echten Hit in der 1. Judo-Bundesliga! Beim Duell ESV Sanjindo Bischofshofen gegen Allianz Kukla Galaxy Tigers treffen der aktuelle Erste und der Zweite der Tabelle aufeinander. In Wien steigt in der Rundhalle Lieblgasse Samstag und Sonntag das International Vienna Open. Und es gibt noch mehr an diesem Wochenende …

Liga-Leader ESV Sanjindo ist das bisher einzige ungeschlagene Team der Bundesliga. Zwar haben die Salzburger beim 7:7 in Wien gegen Vienna Samurai (2. Runde) einen Punkt abgegeben, da aber auch die anderen schwächelten, sind die Salzburger mit zwei Punkten Vorsprung vorn. Verfolger Galaxy musste nach dem 7:7 zum Auswärts-Auftakt gegen Flachgau daheim ein schmerzliches 5:9 gegen Multikraft Wels hinnehmen, hat sich aber in den Runden danach gefangen. In beiden Teams stehen Stars: Bei Bischofshofen ist es ohne Zweifel Thomas Scharfetter (bis 90 Kilo), der am vergangenen Sonntag in Zagreb bei seinem internationalen Comeback mit einem siebenten Platz anschrieb. Der Metzger, der sich bei einem Arbeitsunfall im April an der Hand schwer verletzt hatte, gab ja sein nationales Comeback schon beim 10:4 der Salzburger im Juni in Wien gegen das ASKÖ Team Stadlau – mit zwei Siegen übrigens. Bei Meister Galaxy gibt es neben dem WM-Siebenten Bernd Fasching (bis 81 Kilo / wird aber wegen einer Ellbogenverletzung geschont) seit Sonntag einen weiteren „Helden“. Movli Borchashvilli (über 100 Kilo) hat beim Grand Prix als Dritter seinen ersten Podestplatz auf der World Tour geschafft. Es könnte also in der Hermann Wielander-Halle spannend werden, auch wenn es in Wahrheit, wie Galaxy-Trainer Thomas Haasmann sagt, „nur um die Goldene Ananas“ geht. Weil wohl beide im Final Four wieder zu sehen sind. Haasmann: „Es ist aber ein Prestige-Duell!“

Während Vienna Samurai den schweren Gang nach Niederwaldkirchen gegen UJZ Mühlviertel antreten muss, kommt das Wiener ASKÖ-Team Stadlau mit Sicherheit zum ersten Sieg – 14:0 gegen die aus der Bundesliga ausgetretene Union Graz. In der Tabelle führt ESV Sanjindo (9 Punkte/5 Kämpfe – alle 14:0-Strafverifizierungen sind inkludiert) vor Galaxy (7/5) und Wels (6/4). Samurai (5/4) ist Fünfter, die Stadlauer sind mit nunmehr 2 Punkten aus 5 Runden Siebenter.

Erste Judo-Bundesliga, 5. Runde – Samstag: ESV Sanjindo – Allianz Kukla Galaxy Tigers (Bischofshofen, 18 Uhr), UJZ Mühlviertel – Vienna Samurai (Niederwaldkirchen, 18.30 Uhr), LZ Multikraft Wels – Union Raika Flachgau (Budokan Wels, 19 Uhr). – Wiener ASKÖ-Team Stadlau kampffrei (14:0 gegen Union Graz strafverifiziert).

Und das alles ist noch an diesem Wochenende:

International Vienna Open: Samstag und Sonntag in der Rundhalle Lieblgasse (Achtung: NICHT in der Kucera-Halle, die ist im Umbau – öffentlich erreichbar mit Bus 25A bis Tillmanngasse). Samstag U12 (ab 11 Uhr), U14/U16 (ab 13 Uhr). Sonntag: U18 (ab 11 Uhr), U21/Allgemeine Klasse (ab 13 Uhr). Noch können Nennungen abgegeben werden (siehe Ausschreibung).

Frauen-Bundesliga: Auch in Bischofshofen findet die nächste Sammelrunde statt. Am Sonntag (11.30) sogar mit dem Derby Samurai-Stadlau gegen Galaxy-Klosterneuburg. Danach (12.15) geht es für Samurai-Stadlau gegen Noricum Leibnitz, Galaxy-Klosterneuburg trifft auf die Kampfgemeinschaft PSV-Flachgau. In der Tabelle führt UJZ Mühlviertel (7 Punkte / 4 Runden) vor ASKÖ Reichraming und Leibnitz (je 6/4). Samurai-Stadlau (4/4) ist Fünfter, Galaxy-Klosterneuburg (1/4) Achter.

Schulsport und Tag des Sports: Schon am Freitag Vormittag gibt es auf der Leichtathletik-Anlage vis-a-vis des Ernst Happel-Stadions den Tag des Schulsports, zu dem viele Wiener Schulklassen zuschauen kommen. Es gibt dabei auch Judo-Vorführungen. Und Samstag ist Judo auch beim Tag des Sports auf dem Heldenplatz gut vertreten.

Kata-Seminar: Im Olympiazentrum auf der Linzer Gugl gibt es am Samstag (11 bis 17 Uhr) eine Vorbereitung zur Prüfung. Anmeldungen sind noch bis Mittwoch möglich – siehe www.judoaustria.at

Foto: Thomas SCHARFETTER (weißer Judogi) beim Grand Prix in Zagreb - er trifft mit Liga-Tabellenführer ESV Sanjindo auf Meister Kukla Galaxy - @IJF / Emanuele Di Feliciantonio

Ähnliche Beiträge

  • Stephan Hegyi in Wien empfangen

    Der Bronzemedaillengewinner in der Klasse über 100 kg bei den Europameisterschaften und European Games in Minsk (BLR) Stephan Hegyi und sein Trainer Axel Eggenfellner sind heute am Flughafen Wien Schwechat von einer kleinen Delegatin des ÖJV und JLV Wien, bestehend aus dem LV-Präsidenten Ernst Raser, ÖJV Sportkoordinator Markus Moser, Sekretärin Ulla Haider und Perssereferenten Joe…

  • Öffnungszeiten Sekretariat

    Aktuelle Öffnungszeiten des Büros: Auf Grund der aktuellen Situation Büro nur nach vorheriger Anmeldung offen! Telefonisch erreichen Sie mich unter +43-699-11707072 Ulla Haider, Generalsekretärin

  • Budapest, Baku, Kasachstan

    Osteuropa regiert die Judo-Welt, zumindest Weltmeisterschaften betreffend. Denn die nächsten drei Welttitelkämpfe sind durchwegs östlich von Österreich. 2025 in Budapest, 2026 in Baku und 2027 in Kasachstan. Am Montag gab die IJF bekannt, dass eine Woche nach der Fixierung der WM 2027 auch jene von 2026 vergeben wurde. An Aserbaidschan, wo es sehr erfolgreiche Judoka…

  • Feste im Osten

    2025 neigt sich dem Ende zu, und schon blickt die Judowelt ins neuer Jahr 2026, in dem die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles beginnt. Und wer die Groß-Events besuchen will, muss (immer öfters) in den Osten fliegen. Denn die EM 2026 findet im georgischen Tiflis (16. bis 19. April) und die…

  • Wir trauern um Gerhard Bucina

    In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser langjähriger Sportkamerad, Funktionär, Trainer, Kampfrichter und Freund Gerhard Bucina am 28. Jänner 2019 unerwartet von uns gegangen ist. Die Nachricht über seinen Tod kam am frühen Abend und machte uns sehr betroffen. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Angehörigen. Gerhard Bucina zählt zum Urgestein des österreichischen…

  • Kein Abenteuer

    Organisatorisch top, sportlich – ausgenommen Michaela Polleres und die Jungen – flop. So kann man den vierten Linzer Grand Prix 2026 am vergangenen Wochenende in einem Satz beschreiben. Daher gab es von ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch ungewohnt harsche Kritik. Zur Zukunft des Heim-Turniers auf der IJF World Tour hofft ÖJV-Präsident Martin Poiger, den Vertrag bis Ende…