Legende Monika ist 80

Oftmals werden Legenden erst zu solchen, wenn sie (leider) nicht mehr unter uns weilen. Diese Legende des Judosports ist noch unter uns, und wir alle sind sehr glücklich darüber, dass Monika Leyrer am Freitag ihren 80. Geburtstag in Wien im Kreise „ihrer“ Judo-Familie feiern durfte. Viel Prominenz traf sich zu Ehren der Jubilarin, die von 1983 bis 1999 Generalsekretärin des ÖJV war.

Am 12. Juli 1944 erblickte Monika das Licht dieser Welt. Irgendwann und irgendwie kam sie dann auch mit dem Judosport in Verbindung, den sie selbst ausübte, wenngleich ihr Wettkämpfe nicht so wichtig waren. Aber sie erfreute sich an diesem Sport, der in weiterer Folge ihr Leben bestimmen sollte. 1983 holte sie der legendäre ÖJV-Präsident Kurt Kucera als Generalsekretärin in den ÖJV, erst 16 Jahre später beendete sie diese Tätigkeit. Aber nur auf dem Papier. Denn Monika war bis zuletzt die „gute Seele“ – oder, wenn man so will, die „graue Eminenz“ – im Verband.

Jetzt ist sie 80 Jahre jung, geht nicht mehr viel und gern außer Haus – aber sie lebt noch immer den Judosport. Und so war es naheliegend, dass ihr Ehrentag im „Brigittenauer Stadl“ in Wien gefeiert wurde. Mit dem aktuellen ÖJV-Präsidenten Dr. Martin Poiger, mit Siegfried Spennlingwimmer als ehemaligem Verbandschef, mit der aktuellen ÖJV-Generalsekretärin Corina Korner und dem ehemaligen Geschäftsführer Paul Fiala, der dieses Treffen auch organisiert hatte. Viele andere Weggefährten waren gekommen, einer sei besonders erwähnt: Alfred Redl, heute 84, der 1964 (also vor genau 60 Jahren) bei den ersten Olympischen Spielen mit Judo im Programm, Neunter im Mittelgewicht geworden war. Es war ein würdiges Fest für unsere Monika.

ÖJV-Präsident Martin Poiger fasste es in seiner Rede so zusammen: „Es erfüllt mich Respekt vor einer Frau, die für den österreichischen Judosport unglaublich viel geleistet hat!“ Und Corina Korner, die auch Vizepräsidentin im Judo-LV Wien ist, ergänzte: „Monika ist eine Institution im Verband. Ein Vorbild für mich als eine ihrer Nachfolgerinnen!“ Und so wünschen wir unserer Monika zum 80er einfach nur Alles Gute und vor allem Gesundheit für die nächsten zehn Jahre …

Foto: Verdiente Feier für die ehemalige ÖJV-Generalsekretärin - von links: Paul Fiala, Monika Leyrer, Corina Korner, Martin Poiger - @JLVW Wien / joe

Ähnliche Beiträge

  • Die Gegnerinnen nur „runterknechten“

    Im vierten Teil unserer Serie „Unser Team für Tokio“ stellen wir heute Bernadette Graf vor. Eine waschechte Tirolerin, wie schon der Titel beweist. Eine erfolgreiche noch dazu. Immerhin stand sie schon viermal (und zusätzlich einmal im Mixed-Bewerb) als Dritte auf einem EM-Podest, war bei Olympia 2016 in Rio im „kleinen Finale“ um Bronze, das sie…

  • |

    Grafl neuer „Graf“

    Durch den Abgang des langjährigen und erfolgreichen ÖJV-Sportdirektors Markus Moser zum ÖOC wurde im ÖJV ein Job frei – und den holt sich wieder ein Stadlauer: Martin Grafl, sozusagen der neue „Graf“ im ÖJV, wird Nachfolger Mosers. Der 38-jährige Wiener von WAT Stadlau gibt seinen (sicheren) Bank-Job auf, „weil das der ideale Arbeitsbereich für mich…

  • Eine emotionelle Judo-EM für „Sabsi“

    Vor 13 Jahren holte sie in Lissabon, wohin es Mittwoch wieder zur EM geht, ihren ersten EM-Titel, vor zehn Jahren den zweiten, und Freitag könnte sie zum letzten Mal auf eine EM-Matte steigen – diese Europameisterschaft 2021 wird für Österreichs langjähriges Judo-Aushängeschild Sabrina Filzmoser eine wohl sehr emotionelle. „Ja, jeder spricht mich darauf an. Aber…

  • |

    Sorgen um Teddy

    Im Dezember 2024, beim Champions League-Finale mit Paris St. Germain in Montpellier, bestritt er seinen letzten internationalen Wettkampf. Jetzt wollte Judo-Superstar Teddy Riner zurück auf die IJF-World Tour. Doch der 37-jährige Franzose musste schon für den Grand Prix in Lima und jetzt für den Grand Slam am Wochenende in Lausanne absagen. Seine alte Schulterverletzung ist…

  • „Lulu´s“ neue Heimat

    Sie ist gebürtige Britin. War für ihr Land Unter-23-Europameisterin 2018 und holte ein Jahr davor Bronze bei der Junioren-WM. Doch irgendwann lernte Lubjana Piovesana einen Vorarlberger kennen und lieben und wechselte ins „Ländle“. Ihrem „König“ Laurin Böhler sei Dank, dass er die talentierte Judokämpferin nach Österreich holte. Seit anderthalb Jahren ist die 27-Jährige nun Österreicherin…

  • Der Größte fehlt

    Er ist nicht nur seiner Körperstatur wegen (2,05 Meter/140 Kilo) der Größte, sondern mit fünf Olympiasiegen (drei im Einzel, zwei im Mixed) und 11 WM-Goldenen auch der erfolgreichste Judoka aller Zeiten. Doch der Größte fehlt am Schlusstag der Einzelbewerbe der WM in Baku – Teddy Riner, 37, Frankreichs Superstar, ist verletzt, wird erst 2027 auf…