Revanche geglückt

Bei der österreichischen Unter-18-Meisterschaft vor vier Wochen in Linz behielt Maria die Oberhand, am Sonntag, im Unter-16-Bewerb des Karuna-Preisgeldturniers in Wien, Schwesterherz Anna Samardzhidi – somit ist dem Ratiborets-Talent in der Klasse bis 44 Kilo die Revanche geglückt. Beim Mega-Turnier in der wiedereröffneten Kurt Kucera-Halle mit letztlich 997 Judoka aus 19 Ländern waren die Gäste tonangebend. Dank der Samardzhidi-Sisters wurde Ratiborets als bester Wiener Klub 21., Ungarns Nationalteam dominierte mit insgesamt elf Klassensiegen dieses Turnier.

„Einmal gewinnt Maria, dann wieder ich“, sagte Anna Samardzhidi nach ihrer geglückten Finalrevanche gegen Schwesterchen Maria. Es war ein deutlicher Sieg – mit Ippon. Und Bruder Sergios Samarztzidis, der immer noch auf die IJF-Freigabe für den am kommenden Wochenende anstehenden nächsten Kadetten-Europacup in Porec wartet, applaudierte. „Ja, bei ihnen weiß man nie, wer gewinnt. Aber das ist ja das Schöne“, lacht der 16-Jährige über seine Geschwister-Zwillinge. Damit war Ratiborets auch bester Wiener Klub bei diesem Preisgeldturnier – allerdings nicht unter den Top 20 …

Insgesamt gab es für den Landesverband Wien beim neunten Karuna-Turnier zwei erste Plätze (neben Samardzhidi schon am Samstag in der Unter 18 für Savelii Colsenic – Galaxy Tigers / bis 50 kg), vier zweite und acht dritte Plätze. Die Silbernen gingen an Samad Murtazaliew (U18/Vienna Samurai/bis 50 kg), Maria Samardzhidi eben sowie an die beiden Judo AWIAR-Athleten in der Unter 14, Liliana Ungerböck (bis 44 kg) und Martin Pelikan (bis 66 kg). In der Länderwertung aller vier Altersklassen (U21, U18, U16, U14) geweann Ungarn (22/20/35) vor Tschechien (12/15/15) und Österreich (10/16/30). Das Preisgeld wurde nach einem bestimmten Schlüssel (Anzahl der Medaillen in Relation zum Starterfeld) vergeben. Ein großes Lob gebührt Karuna-Obmann Henrik Schwam, der wieder einmal fast 1.000 Judoka ein spannendes, internationales Turnier ermöglichte.

Alle Ergebnisse vom Karuna-Turnier findet ihr hier.

Foto: Bei der österreichischen U18-Meisterschaft hatte Maria (links) die Nase vorn, beim Karuna-Turnier Schwesterherz Anna SAMARDZHIDI - @JLVW/sergios (der "große" Bruder)

Ähnliche Beiträge

  • Ausgesperrt – Bronze

    45 ÖJV-Judoka hätten an diesem Wochenende am ersten Kadetten-Europacup im slowakischen Samorin teilnehmen sollen, jetzt sind es um acht weniger. Weil für einige nicht-österreichische Staatsbürger die bei der IJF zu beantragende Sonderstartgenehmigungen nicht rechtzeitig eingetroffen sind. So müssen leider unter anderen die Wiener Sergios Samartzidis und Schwester Maria Samardzhidi vom Judoklub Ratiborets, die beide vor…

  • Herzog in Paks Fünfter

    Beim Europacup der Junioren am Wochenende in Paks (Ung) erkämpfte Niko Herzog den 5. Platz in der Klasse bis 100 Kilo. Der talentierte Judoka von WAT Stadlau feierte im 20-Starter-Feld dieser Gewichtsklasse drei Siege (gegen Serban/ROM, Kokhan/UKR und Keita/FRA) und musste sich zweimal geschlagen geben (Fizel/SVK und im Kampf um Bronze Bulthuis/NED). Für die beste…

  • Japan gwinnt Team-WM

    Am letzten Tag der Judo Weltmeisterschaften im Budokan in Tokio stand der Mixed-Bewerb auf dem Programm. Es wurden spannende und harte Duelle gezeigt. Alle 15 Mannschaften gaben ihr Bestes. Im Finale setzten sich die Japaner in einem harten Duell mit Frankreich 4:2 durch. Auch der ÖJV entsandte ein Team. In der ersten Runde trafen die…

  • Das neue Ziel: Wieder Erster werden!

    Viermal Gold, zweimal Silber, neunmal Bronze – aber „nur“ Zweiter in der Bundesländerwertung hinter Oberösterreich (5 Titel). Nach der Staatseisterschaft in Oberwart gibt es schon ein neues Ziel für 2021, das Verbandspräsident Ernst Raser klar formuliert: „Wir wollen wieder Erster werden!“ Gemeinsam mit Raser beleuchten wir die Leistungen der vier Wiener Judoka, die im Burgenland…

  • Nachwuchs-Erfolge

    Eine Woche nach der EM der „Großen“ waren wieder die Nachwuchs-Judoka an der Reihe. Während es beim Kadetten-Europacup in Berlin dreimal Bronze für ÖJV-Athleten gab, konnten sich beim Budapester Judo-Cup einige Wiener platzieren. Allen voran Yann Ornik (SU Karuna Wien), der sich in der Unter-23-Klasse erst im Finale geschlagen geben musste. Vienna Samurai holte einen…

  • Auch 16 ist Unter 21

    Unter den 49 ÖJV-Judoka, die Samstag und Sonntag im Grazer Raiffeisen-Sportpark um die Medaillen beim großen Junioren-Europacup kämpfen, sind auch zwölf Wiener. Einige von ihnen sind noch etwas „grün unter der Nase“, auch noch in der Unter-18-Altersklasse startberechtigt. Einer ist sogar erst 16, gilt als großes Talent: Galaxy-Judoka Lukas Angerer, ein 110-Kilo-Hüne, hat schon alle…