Nach dem Ausscheiden von Lubjana Piovesana (LZ Hohenems / bis 63 Kilo) am Mittwoch ist heute Michaela Polleres (JC Wimpassing) bis 70 Kilo unsere nächste – und wohl letzte – Hoffnung auf eine Medaille bei der Judo-WM in Baku (AZE). Der Auftakt gegen Melissa Myers (USA) war souverän – Ippon nach 2:11 Minuten nach Waza-ari-Führung. Nun wartet die Weltranglisten-Zweite Aoife Coughlan (AUS). Auch Thomas Scharfetter (Sanjindo Bischofshofen) ist am Donnerstag bis 90 Kilo dran.
Im Head-to-Head steht es 3:1 für die Australierin, „Michi“ mag ihre erste echte Hürde gar nicht. „Aber wenn sie eine Medaille will, muss Michi gewinnen“, weiß ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch, die nach zwei Weltmeisterschaften ohne Medaille für Rot-Weiß-Rot natürlich auf Edelmetall oder zumindest eine Top-7-Platzierung eines ÖJV-Judoka hofft. Snir-Bönisch nahm „sie „Lulu“ nicht in die Kritik, sehr wohl äußerte diese ÖJV-Präsident Martin Poiger. „Eine Athletin ihrer Qualität hätte die Führung gegen Joanna Van Lieshout so kurz vor dem Ende nicht mehr aus der Hand geben dürfen.“
Scharfetter trifft (gegen 10 Uhr MESZ) nach einem Freilos in Runde 2 auf Gergely Nerpel (HUN), der zum Auftakt Peng-Yu Chen (TPE) besiegte.
Freitag ist eine weitere ÖJV-Athletin im Einsatz. Die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Elena Dengg (Sanjindo) bekommt es in der Klasse bis 78 Kilo mit Zaned Michaelidou (CYP) zu tun und würde bei einem Sieg in Runde 2 auf die Kolumbianerin Brenda Olaya (Nummer 9 der Welt) treffen.
Foto: Michaela POLLERES kämpft heute um eine WM-Medaille - @IJF / Emanuele Di Feliciantonio
