Am Rande des European Open in Ljubljana hat eine der erfolgreichen slowenischen Olympia-Heldinnen ihren Rücktritt bekannt gegeben – Andreja Leski, 29 Jahre jung, Olympiasiegerin 2024 in Paris, hängt ihren Judogi an den Nagel. Die Geschichte vom „Dreimäderlhaus“ unseres südlichen Nachbarn ist eine kuriose. Das Laibacher Turnier ist am Sonntag im Gang, die beiden Wiener Judoka sind ausgeschieden.
Innerhalb von zwölf Jahren, von 2012 London bis 2024 Paris, eroberten drei Sloweninnen Olympia-Gold, und alle drei in der selben Gewichtsklasse bis 63 Kilo. Den Anfang machte Urska Zolnir, einst jahrelange Rivalin unserer unvergessenen Olympia-Zweiten von Athen 2004, Claudia Heill. Ihr folge Tina Trstenjak, die 2016 in Rio Olympia-Gold und 2021 in Tokio noch Silber holte, Welt- und dreifache Europameisterin war und die Tradition der slowenischen „63er-Generation“ prolongierte. Und jetzt Leski, die in Paris ihre Karriere mit dem Olympiasieg krönte. Sie legte – wie auch Österreichs zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Michaela Polleres – eine anderthalbjährige Pause ein, wurde aber vor zwei Wochen bei den slowenischen Meisterschaften nur Dritte. Das beförderte Leskis Gedanken, ihre tolle Karriere zu beenden …
In Ljubljana verlor die Wienerin Laura Kallinger (Judoring) ihren ersten Kampf bis 57 Kilo gegen Silvia Pellitteri (ITA) nach 14 Sekunden im Golden Score mit 1:2 Yuko und schied ebenso aus wie Fabian Zellmann (Galaxy Tigers) in der Klasse bis 81 Kilo. Nach einem Freilos musste er sich in Runde zwei Thiem Oulevey (SUI) nach 1:32 Minuten mit Ippon geschlagen geben. An diesem ersten European Open im neuen Jahr nehmen 470 Judoka aus 44 Ländern teil.
Foto: Das war der Olympiasieg für Andreja LESKI (blau) 2024 in Paris - @IJF / Tamara Kulumbegashvili
