Nach fast zwei Jahren nimmt das Comeback von Magdalena Krssakova Formen an – die Vize-Europameisterin von 2020 sollte schon beim European Open am Wochenende in Laibach auf die Tatami zurückkehren, nimmt aber in Slowenien nur am anschließenden Trainingslager teil. Ihr internationales Comeback gibt die 31-jährige Wienerin vom JC Sirvan dann in drei Wochen beim Grand Prix in Linz. Auch die Unter-18-Jährigen sind an diesem Wochenende im Einsatz – beim Kadetten-Europacup im slowakischen Samorin – mit zwei Wiener Judo-Talenten, die kürzlich österreichische Meister wurden.
Ihre letzte internationale Platzierung war Rang 5 beim Grand Slam in Antalya im März 2024, ihr letzter Kampf bei der WM Ende Mai des selben Jahres in Abu Dhabi. Eine schwierige Zeit für Magda, da sie damals die gegen Lubjana Piovesana verlorene Olympia-Qualifikation bis 63 Kilo verkraften und ihre Verletzungen behandeln lassen musste. „Ich habe fast zwei Jahre pausiert, es war eine intensive Zeit nach der Knie-OP. Mit viel Reha, mit Rückschlägen, aber ich bin jetzt wieder fit“, sagt Krssakova, die mittlerweile in Linz lebt. Und eigentlich vor hatte, schon beim European Open in Ljubljana auf die Matte zu steigen. „Aber wir haben entschieden, dass ich noch die Trainingslager in Slowenien und später in Linz bestreite und dann das Comeback versuche“, hofft Magda, die schon beim OTC in Mittersill dabei war und sich gut fühlt.
So werden andere Samstag und Sonntag in Ljubljana um Medaillen kämpfen. Aus Wien bei den Frauen Laura Kallinger (Judoring Wien / bis 57 Kilo) bzw. Fabian Zellmann (Galaxy Tigers / bis 81 kg). Ursprünglich war auch sein Klubkollege Bernd Fasching vorgesehen, doch nach Paris, wo Fasching als Fünfter an seiner ersten Grand Slam-Medaille nur knapp vorbei geschrammt ist, hat sich der WM-Siebente von 2024 eine Pause verdient.
Gleichzeitig mit Ljubljana geht in Samorin (SVK) der Kadetten-Europacup über die Matte. Zwei der drei Wiener, die kürzlich in Linz österreichische Unter-18-Meister geworden waren, sind in der Stadt nahe Bratislava dabei, beide vom Judoklub Ratiborets. Maria Samardzhidis und ihr Bruder, der (griechisch) Sergios Samartzidis heißt, wollen beim Jahresauftakt in der Slowakei anschreiben. „Im Vorjahr bin ich in der ersten Runde rausgeflogen, heuer will ich eine Medaille“, hat sich das 60-Kilo-Talent vorgenommen. Insgesamt sind sieben Wiener Judoka dabei.
Kata-Duo in Pordenone
Und noch ein Bewerb steht am Wochenende ins Haus – das erste internationale Kata-Turnier des neuen Jahres in Pordenone (ITA) mit 136 Judoka aus elf Ländern. Drei Paare kommen aus Österreich, eines davon bilden die Wiener Vanessa und Matthias Heinrich (JC Tantanto). Es ist der erste Test für den Jahreshöhepunkt 2026, die EM Mitte Mai in Sarajevo (BIH).
Foto: Zwei Jahre nach ihrem letzten Auftritt in Linz feiert sie dort ihr Comeback: Magdalena KRSSAKOVA (blau) - @Judo Austria
