Vier Titel für Wien – Ende gut, fast alles gut

Samstag hatte es nur viermal Bronze gegeben, Sonntag viermal Gold und sieben weitere Medaillen – Ende gut, fast alles gut bei den Judo-Staatsmeisterschaften in Oberwart! Die vier Wiener Titel holten bis 48 Kilo Jacqueline Springer von Vienna Samurai (im Bild obenauf / @Judo Austria/Oliver Sellner), Magda Krssakova (JC Sirvan / bis 63 Kilo), Marko Bubanja (Volksbank Galaxy Tigers / bis 100) und Stephan Hegyi (SC Hakoah / über 100 kg). Leider verloren hat Johannes Pacher sein Finale bis 90 Kilo, als Staatsmeister entthront wurden Adam Borchashvilli (bis 81 Kilo) und Aslan Papoyan (alle Galaxy / bis 90) – für sie gab es diesmal nur Bronze. Für den vierten und letzten Titel von Multikraft Wels sorgte Sabrina Filzmoser (bis 57 kg) nur knapp zwei Monate nach ihrem im Länderkampf gegen Deutschland erlittenen Kreuzbandriss. Es war der 14. nationale Titel für die 40-jährige „Sabsi“, die sich freute, „dass das Knie gehalten hat.“

Bei den Damen setzte sich Jacqueline Springer bis 48 Kilo gegen ihre beiden Gegnerinnen (es gab drei Judoka in dieser Klasse) durch und freute sich: „Ich habe versucht, mir trotz meiner Favoritenrolle keinen Druck zu machen. Ich habe mich sehr auf meinen zweiten Wettkampf nach der Corona-Pause gefreut“, sagte Springer, die ja auch schon Ende August beim Länderkampf gegen Deutschland dabei war.

Bis 63 Kilo wurde Magda Krssakova ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie hatte aber auch Glück. Nicht im Finale, in dem sie die Vorjahrsmeisterin Laura Kallinger (Judoring Wien) nach 3:05 Minuten mit Ippon für einen Festhaltegriff bezwang – aber in Runde 2 war´s knapp. Ihre Gegnerin Asimina Thedorakis (WAT Stadlau) warf Magda Ippon, doch die Entscheidung des Kampfrichters wurde zurückgenommen. Im Golden Score gelang hingegen Magda eine Ippon-Wertung und damit der Sieg. „Ich mache öfters diesen Fehler, da hatte ich Glück. Schön, dass es sich mit dem Titel doch noch ausgegangen ist“, meinte Krssakova nachher. Theodorakis holte später noch Bronze durch einen Ippon-Sieg (Würger) über Emily Starzer (ASKÖ Reichraming).

Bei den Männern holte Marko Bubanja seinen fünften Titel in seiner dritten Gewichtsklasse. Er war schon Staatsmeister bis 81 (zweimal), bis 90 und jetzt zum zweiten Mal bis 100 Kilo. Da nur fünf Judoka am Start waren, kämpfte jeder gegen jeden. Im „Finale“ setzte sich „Buba“ gegen Aaron Fara (JC Wimpassing) mit Ippon durch. Clemens Prentner (Vienna Samurai) wurde Dritter.

Im „Giganten-Duell“ der Schweren lautete das Finale erwartungsgemäß Stephan Hegyi gegen Daniel Allerstorfer. Und der Wiener setzte sich gegen den Mühlviertler nach 1:14 Minuten mit Ippon für einen Würgegriff durch. Damit war der vierte – und erwartete – Titel für Wien fix. „Gegen Dani zu kämpfen ist immer eine Herausforderung. Ein wichtiger Sieg, der Selbstvertrauen gibt. Jetzt freue ich mich schon auf den ersten Start auf der World Tour“, sagte Hegyi. Am kommenden Wochenende steigt. unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, der Grand Slam in Budapest.

Johannes Pacher musste sich im Finale bis 90 Kilo dem Welser Shamil Borchasvili geschlagen geben. „Ich habe einen Moment zuviel riskiert, Shamil hat mich ausgekontert“, erklärt „Jo“ seine Niederlage. Und er erzählt auch über ein kleines Hoppala – „meine Hose ist im Schritt gerissen, ich musste mir eine neue besorgen.“ Seine Galaxy-Klubkollegen Adam Borchashvilli und Christopher Wagner (bis 81 kg) sowie Aslan Papoyan (bis 90 Kilo) holten ebenso Bronze wie Theodorakis und Prentner (siehe oben).

Wien musste sich in der Bundesländerwertung mit 4 Titeln (im Vorjahr 7) knapp gegen Oberösterreich (5) geschlagen geben. Niederösterreich und Salzburg stellten je zwei StaatsmeisterInnen. Multikraft Wels war mit vier MeisterInnen der erfolgreichste Verein.

Sabrina Filzmoser (in weißem Judogi) – die 40-Jährige sorgte mit ihrem 14. Staatsmeistertitel dafür, dass ihr Verein Multikraft Wels mit vier Titelgewinnen erfolgreichster Verein der Staatsmeisterschaften in Oberwart wurde. Foto: Judo Austria/Oliver Sellner

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