Sechs Kämpfe, nur zwei Siege, keine Platzierung – die Kadetten-EM in Las Palmas (ESP) verlief für die vier Wiener Judoka leider wenig erfolgreich. Am Dienstag schied auch Helin Türk (Vienna Samurai) in der Klasse bis 48 Kilo mit einer Erstrunden-Niederlage aus. Österreich hat trotzdem, am Mittwoch, noch gute Chancen auf Medaille(n). Die Leondingerin Selina Wögerer ist bis 70 Kilo sogar als Nummer 1 gesetzt.
Helin kämpfte gegen die Serbin Mara Rasic beherzt, handelte sich aber fünf Sekunden vor dem Ende das entscheidende Yuko ein. Damit war ihr der weitere Weg in diesem EM-Turnier versperrt. Auch ihr Klubkollege Samad Murtazaliew (bis 60 Kilo) musste schon am Montag die Segel schon in der ersten Runde streichen. Die beiden anderen Wiener – Laura Sophie Kunyik (Samurai / bis 48 Kilo) und Sergios Samartzidis (Ratiborets / bis 60 Kilo) – feierten zwar jeweils Auftaktsiege, schieden aber im Achtelfinale aus.
Am Einsatz lag es wohl nicht, den Ehrgeiz zeigten alle, vielleicht ging der eine oder die andere sogar zu ungestüm zur Sache. Aber für alle, außer Kunyik, war es die erste EM, die erste Kraftprobe auf der großen europäischen Tatami. „Wir haben gewusst, dass alle vier das Potenzial haben, eine Medaille zu machen. Aber wir wussten auch, dass alle vier in Runde eins rausfliegen können“, meinte der für den Wiener U18-Bereich zuständige Landestrainer Norbert Stumpf. Aus Niederlagen lernen – das ist jetzt die Devise …
Am Mittwoch sind mit Wögerer (ASKÖ Fairdrive Leonding / bis 70 Kilo und Michaela Höllwart (Sanjindo Bischofshofen / über 70 Kilo) noch zwar gesetzte rot-weiß-rote Judoka (Nummer 1 und 3) im Einsatz. Die beiden gelten auch als größte heimische Medaillenhoffnungen.
Foto: Helin TÜRK (weiß) verlor bei der Kadetten.EM kn Runde eins – @Judo Austria / Oliver Sellner
