Meister-Heimschlappe

Bundesliga-Serienmeister Galaxy ist nach zwei Runden der Saison 2024 noch ohne Sieg! Dem 7:7 in der ersten Runde bei Flachgau folgte am Samstag im Schlager der 2. Runde eine 5:9-Heimschlappe gegen LZ Multikraft Wels. Auch der Siegesrekord von „Mister Bundesliga“ Bernd Fasching wurde gebrochen – der 20-Jährige wurde nach 14 Siegen im Vorjahr erstmals geschlagen. Es war Galaxys erste „ungewollte“ Grunddurchgang-Niederlage seit zehn Jahren! Vienna Samurai erreichte gegen ESV Sanjindo Bischofshofen ein 7:7, das Wiener ASKÖ-Team WAT Stadlau verlor in Strasswalchen gegen Flachgau 5:9. Mühlviertel gewann kampflos.

Damit hatte Thomas Haasmann, der Trainer der nun „Allianz Kukla“ heißenden Galaxy Tigers, wohl nicht gerechnet – mit einem 5:9 in der Südstadt gegen die Welser, die ohne die „Borchashvili-Brothers“ Wachid (Silber in Duschanbe) und Shamil (kein Risiko) angetreten waren. Zwar hatte der Galaxy-Coach mit Karamat Huseynov (AZE – WM-Dritter 2021) bis 66 Kilo einen starken Legionär aufgeboten, der auch seine beiden Kämpfe gewann, aber drei seiner Judoka blieben in ihren beiden Kämpfen sieglos. Niclas Schalk bis 60 Kilo gegen Daniel Leutgeb, Neuzugang Phillip Aust bis 73 Kilo gegen Alexander Kaserer und Movli Borchashvilli im Schwergewicht gegen den Slowenen Enej Marinic. Das war zu viel! Dazu kam, dass Fasching zwar seinen ersten Kampf (bis 90 Kilo) gegen Thomas Ecker gewann, aber den zweiten doch überraschend mit Ippon verlor. Das war zugleich auch der entscheidende achte Punkt für die Welser – am Ende 5:9. Die Galaxy-Punkte machten Huseynov (2), Fasching, Adam und Magamed Borchashvilli.

Ein „Unfall“ oder mehr, Herr Haasmann? „Fest steht, dass wir nicht mehr diese Kaderdichte haben wie in unseren besten Jahren. Da hatten wir pro Gewichtsklasse drei, und jeder wollte kämpfen. Ich muss die Burschen jetzt aufrichten, denn schon am kommenden Wochenende geht es in der Liga gegen Stadlau weiter“, so der Galaxy-Coach, der auch die interne Stimmung anspricht. „Früher einmal haben wir aus einem 2:5-Rückstand im Mühlviertel mit einem 6:1 im zweiten Durchgang die Partie noch gedreht und 8:6 gewonnen – dieses Feuer von damals vermisse ich heute.“

Ebenfalls 5:9 verlor das Wiener ASKÖ-Team WAT Stadlau auswärts gegen Raika Union Flachgau. Die Wiener waren bis zum 4:4 gut im Rennen, verloren aber dann vier Kämpfe in Serie und den Kampf. Die Punkte für die Stadlauer machten Barto (2), Adam Safer, Fankhauser und Gauch. – Vienna Samurai, in der ersten Runde 8.6-Sieger über Stadlau, erreichte gegen ESV Sanjindo ein 7:7-Remis. Die Gäste aus Bischofshofen mussten klarerweise ohne ihren Shooting-Star Thomas Scharfetter antreten, der einen Arbeitsunfall hatte. Die Leopoldstädter führten zur Halbzeit 4:3 und vor dem letzten Kampf 7:6, aber Hermann Tschilikin musste sich über 100 Kilo in der finalen Entscheidung Kilian Wallner Ippon geschlagen geben. Für die Samurai-Punkte sorgten Dogsom (2), Von Schrader (2), Herbst (2) und Michail Sobanov. UJZ Mühlviertel gegen Union Graz (aus der Liga ausgestiegen) wurde 14:0 strafverifiziert.

BundesligaErgebnisse, 2. Runde: Allianz Kukla Galaxy Tigers – LZ Multikraft Wels 5:9, Union Raika Flachgau – Wiener ASKÖ-Team WAT Stadlau 9:5, Vienna Samurai – ESV Sanjindo Bischofshofen 7:7. – Tabelle: 1. Wels (4 Punkte / 2 Kämpfe), 2. Flachgau und ESV Sanjindo (je 3/2), 4. Vienna Samurai (3/2), 5. UJZ Mühlviertel (2/2), 6. Allianz Kukla Galaxy (1/2), 7. Wiener ASKÖ-Team WAT Stadlau, 8. Union Graz (je 0/2).

Die aktuelle Tabelle der Bundesliga findet ihr hier.

Foto: Galaxy-Coach Thomas Haasmann sah das Unheil schon kommen - @Judo Austria / Oliver Sellner

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