Judo-Landesverband Wien http://www.judo-vienna.at Fri, 21 Feb 2020 21:20:22 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.2 http://www.judo-vienna.at/wp-content/uploads/2019/06/Logo_LV_NEU60.png Judo-Landesverband Wien http://www.judo-vienna.at 32 32 GS Düsseldorf: Zum Auftakt kein Sieg http://www.judo-vienna.at/archive/3479 Fri, 21 Feb 2020 12:48:13 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3479 Am Freitag, dem ersten Tag des Grand Slam-Turniers in Düsseldorf, gab es keinen ÖJV-Sieg. Sowohl die Wienerin Katharina Tanzer (Samurai/bis 48 kg) als auch die Welserin Sabrina Filzmoser (57 kg) mussten Auftakt-Niederlagen hinnehmen. Samstag geht es aus Wiener Sicht mit Magdalena Krssakova (bis 63 Kilo) und Mathias Czizsek (bis 73 kg) weiter, Oberwart-Sieger Marko Bubanja (bis 90 Kilo) ist ebenso erst am Sonntag an der Reihe wie Stephan Hegyi (über 100 kg).

Tanzer musste sich in der leichtesten Gewichtsklasse Sushila Devi Likmabam aus Indien schon nach 14 Sekunden geschlagen geben. Damit war für die Samurai-Athletin das zweite Grand Slam-Turnier des Jahres ebenso schon zu Ende wie für “Sabsi” Filzmoser – die zweifache Europameisterin unterlag in ihrem Auftaktkampf Ghofran Khelifi (TUN) nach 2:43 Minuten mit Ippon. Nun ruhen die ÖJV-Hoffnungen auf den beiden kommenden Tagen. Czisek (Volksbank Galaxy Tigers) trifft am Samstag bis 73 Kilo zunächst auf Nikola Gardasevic (MNE), Krssakova (JC Sirvan) bekommt es mit der Türkin Minel Akdeniz zu tun. Übrigens feiert in der Klasse bis 63 Kilo Magdas interne Konkurrentin um ein Olympia-Ticket, Kathrin Unterwurzacher, ein Comeback.

Während die Franzosen zwei Wochen nach ihrem Heim-Grand Slam in Paris nicht mit ihrer Top-Truppe am Start sind (Superstar Teddy Riner zog seine Nennung zurück), bieten die Japaner in Düsseldorf fast alle ihre Asse auf. Etwa die Geschwister Uta und Hifume Abe (Bild oben), die am Freitag die Gewichtsklassen bis 48 bzw. 66 Kilo gewonnen haben. Auch Tokio-Weltmeister Shohei Ono (bis 73 Kilo) steigt Samstag auf die Düsseldorfer Matte. Japan gewann am ersten Tag drei von fünf möglichen Goldmedaillen und holte noch einmal Silber. Dahinter folgen Frankreich (1/2/0) und Kanada (1/0/0).

Der Finalblock am Samstag startet wieder um 17 Uhr (Vorrunden ab 10 Uhr) und wird im IJF-Livestream übertragen. ORF Sport+ berichtet live von 18.10 bis 19 Uhr.

Alle Ergebnisse aus Düsseldorf findet ihr hier.

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Öffnungszeiten Sekretariat http://www.judo-vienna.at/archive/770 Thu, 20 Feb 2020 07:41:00 +0000 http://neu.judo-vienna.at/?p=770 Aktuelle Öffnungszeiten des Büros:

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Ulla Haider, Generalsekretärin

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Menschen im Judo – heute: Marko Bubanja http://www.judo-vienna.at/archive/3457 Mon, 17 Feb 2020 13:05:04 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3457 Mit seinem zweiten Turniersieg bei einem European Open nach Warschau 2019 meldete sich der Wiener Judoka Marko Bubanja (Foto: ÖJV/Roland Marx) mit Gold bis 90 Kilo am Sonntag in Oberwart international zurück. Jetzt will der gebürtige Montenegriner einen “Last Minute-Angriff” auf Olympia starten. “Die Flamme ist neu entfacht”, meint “Bubi”. Anlass genug, dass wir uns in der Serie “Menschen im Judo” mit dem 24-jährigen Judoka der Volksbank Galaxy Tigers näher befassen.

Judo-Vienna.at: Marko, wir gratulieren dir zum Sieg in Oberwart. Was bedeutet der für dich?

Marko Bubanja: “Leider gibt es für einen Sieg bei einem European Open nur wenige, nämlich 100, Punkte fürs World Ranking. Von daher bedeutet der Sieg nicht viel – aber er gibt mir natürlich neues Selbstvertrauen, mit dem ich in die nächsten Turniere gehen kann. Die Flamme ist neu entfacht”

Du hast in der ersten Runde den Unter-23-Europameister aus Ungarn geschlagen. War das der Schlüsselkampf auf dem Weg zu Gold in Oberwart?

“Nein – dass ich den Ungarn schlagen würde, daran habe ich vorher schon fest geglaubt. Der Holländer ist einer, der mir nicht liegt. Dass ich diesen Kampf gewonnen habe, war für mich der Schlüssel zum Erfolg in Oberwart.”

In den letzten großen internationalen Turnieren, also bei Grand Slam und Grand Prix, bist du oft in der ersten Runde rausgeflogen, hast nicht deine eigenen und die Hoffnungen der anderen erfüllt. Warst du in Oberwart so stark oder waren die Gegner so schlecht?

“Ich habe mich sehr gut auf Oberwart vorbereitet. Und ich habe mein Training umgestellt. Ich hab früher zuviel Judo gemacht, hab das ein bissl reduziert und anderes forciert. Ich war im Kopf leer, deshalb vielleicht auch meine oftmaligen und frühen Niederlagen. Natürlich ist ein Grand Slam ein anderes Turnier als ein European Open. Aber ich habe mich in Oberwart stark gefühlt.”

Ist Tokio schon außer Reichweite oder rechnest du dir noch Chancen auf die Olympia-Qualifikation schon heuer aus?

“Jetzt fangt´s erst so richtig an! Solange ich eine Chance habe, mich für Olympia zu qualifizieren, werde ich alles dafür versuchen. Ich starte am Wochenende beim Grand Slam in Düsseldorf und Anfang März beim Grand Prix in Rabat, vier Wochen später bei der EM in Prag. Ob ich die Turniere zwischen Marokko und der EM (Grand Slam Ekaterinenburg, Grand Prix´s in Tiflis und Antalya, Anm.) bestreite, weiß ich noch nicht. Und wenn es heuer mit Olympia nicht mehr klappen sollte, bin ich in vier Jahren in Paris mit 28 Jahren sicher noch nicht zu alt.”

Wenn du deine Stärken und Schwächen selbst beschreibst, zu welchem Ergebnis kommst du?

“Meine Stärken sind auch meine Schwächen. Ich bin stur – im positiven wie im negativen Sinn. Was vielleicht eine wirkliche Stärke ist: ich kann im Stand und am Boden Kämpfe gewinnen. Das ist vielleicht ein Vorteil gegenüber manch anderen.”

Du bist in Montenegro geboren, warst vor ein, zwei Jahren etwas hin- und hergerissen, wo du hingehörst. Du hast dich für Österreich entschieden – wie bist du überhaupt hergekommen?

“Geboren wurde ich in der montenegrinischen Stadt Kotor. Als ich vier vier war, zogen wir nach Österreich, weil mein Papa da schon eine Wohnung hatte. Ich bin in Wien zur Schule gegangen, habe Sportmanagement zu studieren begonnen, dieses aber bald wegen der Unvereinbarkeit mit dem Judotraining abgebrochen. Jetzt kämpfe ich für Österreich und das ist gut so.”

Was sind die sportlichen Nah- und Fernziele des Marko Bubanja?

“Jeden Kampf gewinnen ist das eine Ziel – das andere ist, entweder noch heuer oder dann 2024 in Paris für Österreich zu Olympia fahren zu dürfen. Das zu erreichen, wäre einfach nur ein Traum!”

Dafür, lieber Marko, wünschen Dir nicht nur die Wiener Judoka Alles Gute. Danke für das Gespräch!

Interview: Josef LANGER

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Siege für Bubanja und Wachid Borchashvili http://www.judo-vienna.at/archive/3413 Sun, 16 Feb 2020 10:40:28 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3413 Großartiges Ende des European Open in Oberwart! Der Wiener Marko Bubanja in der Klasse bis 90 Kilo mit einem Ippon-Finalsieg über den Russen Roman Dontsow und der Welser Wachid Borchashvili in der Klasse bis 81 Kilo mit dem Erfolg über den Franzosen Baptiste Pierre holten Gold für Österreich, der Mühlviertker Daniel Allerstorfer (über 100 Kilo) wurde Fünfter, Mario Buchebner (bis 90 Kilo) Siebenter. Leider ausgeschieden ist Johannes Pacher (bis 90 Kilo), mit ihm auch alle anderen ÖJV-Judoka..

Bubanja präsentierte sich an diesem Sonntag im Burgenland in bestechender Form. Mit einem Waza-ari-Sieg über Unter-23-Europameister Roland Goz (HUN) begann der Erfolgslauf des Wieners mit montenegrischen Wurzeln. Der Judoka der Volksbank Galaxy Tigers schlug danach den Niederländer Jan Reijntjens nach 6:08 Minuten im Golden Score, den Serben Bosko Borenovic nach 2:51 Minuten mit Ippon und im Semifinale den Franzosen Paul Livolsi nach 1:37 Minuten mit Festhalter, nachdem Bubanja schon mit Waza-ari geführt hatte. Im Finale ging Marko mit dem Russen in den Golden Score, in dem er seinen Gegner zwar Ippon warf, aber noch weitere 10 Sekunden festhalten musste, da das Kampfgericht den Wurf letztlich “nur” als Waza-ari gewertet hätte.

Borchashvili, der normalerweise bis 73 Kilo kämpft, stürmte mit fünf Siegen – darunter in der Vorrunde gegen den Japaner Kamui Watanabe – ins Finale, in dem er den starken Franzosen nach 1:22 Minuten mit einem Ausheber auf die Matte donnerte und damit für einen weiteren Heimsieg der Österreicher sorgte. Vor zwei Jahren hatte Lukas Reiter (bis 73 Kilo) in Oberwart gewonnen. Doppel-Heimsiege in zehn Jahren Oberwart hat es bei den Männern aber nie gegeben. Quasi ein schönes Abschiedsgeschenk für die Brüder Martin und Roland Poiger, die das Turnier in dieser Form und zu diesem Zeitpunkt nicht mehr organisieren wollen.

Leider nicht so gut erging es den anderen ÖJV-Athleten, sieht man von Allerstorfer (5.) und Buchebner (7.) ab. Besonders schmerzt die unnötige Niederlage von “Jo” Pacher in der ersten Runde bis 90 Kilo. Der Studenten-Weltmeister führte gegen den Russen Alikhan Tschechojew schon mit Waza-ari für einen schönen Uchi-Mata, landete aber nach 2:34 Minuten nach einem missglückten Ura-Nage selbst auf dem Rücken. Auch kein Weiterkommen gab es für dandere ie Wiener, etwa Pachers Klubkollegen Adam Borchashvilli (bis 81 Kilo) und Aslan Papoyan (bis 90 Kilo) sowie für die beiden jungen Judoka von WAT Stadlau, Niko Herzog und Moritz Moser (bis 100 Kilo).

Japan gewann die Medaillenwertung mit 3 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze vor Österreich (neben den beiden Goldenen noch Bronze am Samstag für Kimran Borchashvili bis 60 Kilo) und Brasilien (1/1/0). Insgesamt nahmen 244 Judoka aus 43 Ländern teil. OK-Chef Roland Poiger zog eine zufriedene Bilanz: “Keine Verletzten, zwei Heimsiege, volle Zufriedenheit auch bei den Leuten der EJU. Das freut uns sehr – echt schade, dass wir dieses Turnier nicht mehr machen können.”

Bild oben: Der entscheidende Moment im Semifinale – Osaekomi ist vom Kampfrichter angesagt, Marko Bubanja hält seinen Gegner fest – Ippon!Foto: Josef Langer

  • Alle Ergebnisse aus Oberwart findet ihr hier.
  • Alle Ergebnisse aus Bratislava findet ihr hier.

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Borchashvili sparte sich Kampf um Bronze http://www.judo-vienna.at/archive/3383 Sat, 15 Feb 2020 09:00:08 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3383 Am ersten Tag des European Open der Männer in Oberwart holte der Welser Kimran Borchashvili (im blauen Judogi – Foto: ÖJV/Marx) in der Klasse bis 60 Kilo Bronze. Nach vier gewonnenen und einem verlorenen Kampf sparte er sich den um Bronze, weil sein Gegner nicht antrat. Alle anderen ÖJV-Judoka, darunter der Wiener Marvin Pum (Volksbank Galaxy Tigers), der sich bis 66 Kilo nach einem Freilos dem Kasachen Bakytzhan Amangeldy nach 1:06 Minuten mit Ippon geschlagen geben musste, schieden aus. Da Pums Klubkollege Mathias Czizsek (bis 73 Kilo) wegen einer Verletzung absagen musste, liegen die Hoffnungen der Wiener Judoka bei den Sonntag-Gewichtsklassen (Beginn der Vorrunden 11 Uhr). Japan holte am ersten Tag zweimal Gold, Rumänien einmal..

Borchashvili unterlag nach drei Siegen im Poolfinale dem späteren Turniersieger Hyoga Nosho (JPN) mit zwei Waza-ari. In der Trostrunde schlug er den Peruaner Dilmer Calle durch Disqualifikation des Gegners wegen Beinfassens. Der Kampf um Bronze fiel ins Wasser, da der Italiener Luca Carlino wegen einer Verletzung nicht antrat. Am Sonntag sind unter anderem Studenten-Weltmeister Johannes Pacher (Galaxy/bis 90 Kilo) und der Mühlviertler Daniel Allerstorfer (über 100 Kilo) im Einsatz, hingegen werden die Asse Laurin Böhler (bis 90 Kilo) und der zweifache EM-Dritte Stephan Hegyi (über 100 Kilo) für den nächstwöchigen Grand Slam in Düsseldorf geschont.

Bei den Damen wurde Asimina Theodorakis (WAT Stadlau) beim European Open in Bratislava mit einem Sieg und zwei Niederlagen Siebente in der Klasse bis 57 Kilo.

  • Alle Ergebnisse aus Oberwart findet ihr hier.
  • Alle Ergebnisse aus Bratislava findetihr hier.
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ÖJV nimmt Stars aus dem Oberwarter Turnier http://www.judo-vienna.at/archive/3377 Fri, 14 Feb 2020 21:17:38 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3377 Gleich drei Judoka, die am verganenen Wochenende in Paris gekämpft haben und nächste Woche in Düsseldorf zum Grand Slam wieder fit sein sollen, – nämlich Laurin Böhler (im IJF-Foto), Mathias Czizsek und Stephan Hegyi – wurden vom ÖJV aus dem Heimturnier Samstag und Sonntag in Oberwart genommen und starten ebenso nicht wie etwa die jungen Oberösterreicher Daniel Leutgeb und Samuel Gassner. “Die Olympia-Qualifikation geht bevor, wir wollen nichts riskieren”, sagt ÖJV-Sportdirektor Markus Moser. Dafür bekommen einige Talente die Chance, sich beim European Open, das zum zehnten Mal in Oberwart stattfindet, zu behaupten. Insgesamt sind 244 Judoka aus 43 Länden Samstag und Sonntag (jeweils ab 10 Uhr) dabei.

Moser hatte schon bei der ÖJV-Pressekonferenz am Donnerstag in Wien anklingen lassen, dass man jeden aus dem Turnier nehmen würde, der auch nur die kleinste Beschwerde hat. “Wir wissen zwar, dass es für die Veranstalter wichtig ist, heimische Zugpferde präsentieren zu können. Aber wichtiger ist, dass unsere Sportler, die noch bis Ende Mai um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio kämpfen, gesund in diese Turniere gehen können.” Schade für alle, die jetzt nicht auf die Matte steigen, aber Czizsek, Böhler und Hegyi sollen in Düsseldorf Quali-Punkte holen.

Trotz allem wird das European Open in Oberwart sicher ein gutes, internationales Judoturnier. Am Samstag mit den leichteren Gewichtsklassen bis 60, bis 66 und bis 73 Kilo, am Sonntag dann die Kategorien bis 81, bis 90, bis 100 und über 100 Kilo. Beginn der Vorrunden in der Sporthalle an beiden Tagen um 10 Uhr, der Fnalblock am Samstag ab 16 Uhr, am Sonntag anschließend an die Vorrunden.

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Im neuen “Gwandl” nach Oberwart http://www.judo-vienna.at/archive/3357 Thu, 13 Feb 2020 21:37:54 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3357 Kleider machen Leute, sagt man. Auch im Judo. Und so werden sich Österreichs Judoka Samstag und Sonntag beim European Open in Oberwart, zumindest abseits der Matte, in einem neuen Outfit präsentieren. Die Sportartikelfirma “erima” ist neuer Ausrüster für “Judo Austria”, für die Judogis ist weiter “IpponGear” Ausstatter. Insgesamt 28 ÖJV-Judoka kämpfen am Wochenende in Oberwart, unter ihnen der zweifache EM-Dritte aus Wien, Stephan Hegyi.

Irgendwie sind die Oberwarter Brüder Roland (als OK-Chef) und Martin Poiger (als ÖJV-Präsident) in einer Zwickmühle. Einerseits sollte man Hegyi und Co., die letztes Wochenende beim Grand Slam in Paris kämpften und schon nächste Woche beim nächsten Kracher in Düsseldorf auf die Matte steigen sollen, nicht drei Turniere innerhalb von 14 Tagen zumuten, andererseits braucht man die nationalen Zugpferde, um auch medial in Erscheinung zu treten. Der ÖJV-Chef, Martin eben, meinte am Donnerstag in einer Pressekonferenz beim neuen Ausrüster “erima”, dessen Motto “Gemeinsam gewinnen” lautet: “Der Sieg von Lukas Reiter vor zwei Jahren hat ihm selbst viel gegeben, aber uns auch. Weil ein Sieg beim Heimturnier wichtig ist. Jetzt muss man aber hinterfragen, ob ein European Open in Österreich mit einem Budget von rund 200.000 Euro noch Sinn macht oder nicht.” Deshalb, so sieht´s aus, wird 2020 nach einem Jahrzehnt Oberwart wohl zum letzten Mal Schauplatz des Heimturniers sein. Und Poiger lässt offen, ob der ÖJV weiterhin ein European Open organisiert.

“Gerade im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation gilt unser Augenmerk den großen Turnieren”, sagt dazu ÖJV-Sportdirektor Markus Moser, der im Hinblick auf Düsseldorf und weitere wichtige Turniere in Oberwart nichts riskieren will. “Wenn einer unserer Olympia.Kandidaten die kleinste Blessur hat, werden wir ihn in Oberwart nicht auf die Matte lassen.” Der junge, tüchtige Sportchef im Verband zog bei der Pressekonferenz ein zufriedenes Resümee der bisherigen Olympia-Qualifikation. “Momentan sind sieben unserer Athleten qualifiziert, davon mit Hegyi und Magda Krssakova auch zwei Wiener Judoka. Ende Mai wird abgerechnet, dann endet mit dem Masters in Doha die Olympia-Qualifikation.”

In Oberwart steigen über 300 Judoka aus mehr als 40 Nationen, darunter Brasilien und Japan, auf die Matte. Das ÖJV-Aufgebot umfasst 28 Judoka, darunter zehn aus Wien. Neben Hegyi und dem in Paris bis in Runde 3 aufgestiegenen Vorarlberger Laurin Böhler (bis 100 kg) darf man auch auf den U21-EM-Dritten Mathias Szizsek (bis 73 kg) gespannt sein, der bei seinem World Tour-Debüt im Jänner beim Grand Prix in Tel Aviv in die dritte Runde gekommen war.

Wiener Judoka in Oberwart – bis 66 kg: Marvin PUM, bis 73 kg: Mathias CZIZSEK, bis 81 kg: Adam BORCHASHVILI und Andreas WAGNER, bis 90 kg: Johannes PACHER, Marko BUBANJA und Aslan PAPOYAN (alle Volksbank Galaxy Tigers), bis 100 kg: Niko HERZOG und Moritz MOSER (beide WAT Stadlau), über 100 kg: Stephan HEGYI (SC Hakoah).

Die Damen sind gleichzeitig zu den Herren in Oberwart in Bratislava im Einsatz. Aus Wien gibt es nur eine Starterin: Asimina Theodorakis (WAT Stadlau) kämpft in der Klasse bis 57 Kilo.

Bild oben: Präsentation des neuen ÖJV-Ausrüsters, von links: ÖJV-Präsident Martin POIGER, erima-Geschäftsführer Willy GRIMS, Magda KRSSAKOVA, Stephan HEGYI und ÖJV-Sportdirektor Markus MOSER. – Foto: Langer

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Wackelt das Judo-Denkmal Teddy Riner? http://www.judo-vienna.at/archive/3346 Tue, 11 Feb 2020 20:36:46 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3346 Am Sonntag endete in Paris die Siegesserie jenes Mannes, der der weltbeste Judoka aller Zeiten ist – Frankreichs Superstar Teddy Riner (im Sellner-Foto) musste sich beim Grand Slam in seinem “Wohnzimmer” über 100 Kilo dem Japaner Kokoro Kageura mit Ippon im Golden Score geschlagen geben. Jetzt zittert der zweimalige Olympiasieger und 10-fache Weltmeister um seine Olympia-Teilnahme, die alles andere als sicher ist. Wackelt das Denkmal des Judo-Gotts?

Am 13. September 2007 holte ein gewisser Teddy Riner als 18-Jähriger in Rio de Janeiro sein erstes WM-Gold. In seinem ersten Kampf schlug er damals jenen Mann, der jetzt Trainer seines ersten Bezwingers nach neuneinhalb Jahren und 154 Turnierkämpfen ist – Kosei Inoue, Weltmeister 2001 in München, coacht Kageura, der Riner in der dritten Runde im Sportpalast Bercy mit einem Konter erwischte und den Publikums-Liebling im Golden Score auf den Rücken warf. Ein Jahr nach Rio holte der Franzose seine erste Olympia-Medaille. Bronze in Peking, nachdem er im Semifinale dem Usbeken Abdullo Tangriev unterlegen war.

Am 13. September 2010, also auf den Tag genau drei Jahre nach seinem ersten von mittlerweile zehn WM-Titeln, musste Teddy seine bis Sonntag letzte Niederlage hinnehmen. Bei der WM im Yoyogi-Palast von Tokio verlor er, nachdem er über 100 Kilo Weltmeister geworden war, im Finale der Offenen Klasse gegen den Japaner Daiki Kaminkawa und holte “nur” Silber. Seither gewann Riner alle seine Kämpfe, darunter zweimal bei Olympia (2012 in London und 2016 in Rio), blieb insgesamt 154-mal ungeschlagen, ehe ihn am 9. Februar 2020 Kageura stoppte.

War´s nur ein einmaliger Ausrutscher oder wackelt das Judo-Denkmal Teddy Riner? Seit seiner Verletzung, die ihn von Ende 2017 bis in den Sommer 2019 für 17 Monate außer Gefecht setzte, ist er nicht mehr jener Teddy, den wir kennen. Zwar gewann er bei seinem Comeback den Grand Prix in Montreal, unter anderem auch mit einem Sieg über Kageura, holte auch den Grand Slam 2019 in Rio, ließ aber die WM in Tokio aus und nährte damit das Rätselraten um seinen Fitness-Zustand. Jetzt kehrte er vor seinem Heimpublikum in Bercy auf die internationalen Matten zurück. Und ließ von Beginn an seine Dominanz vermissen. Den Ungarn Rchard Sipocz bezwang er im Golden Score mit drei Shidos und hatte sich selbst zwei eingefangen, den Wiener Stephan Hegyi schlug er auch erst im Golden Score mit der einzigen wirklichen Technik des Tages, aber gegen Kageura war auch in der Verlängerung Endstation. Zum Entsetzen der 15.000 Zuachauer in der Accor Hotel Arena …

So holte Riner nur 160 statt der erhofften 1.000 Ranking-Punkte, die sich der Holländer Henk Grol mit dem Klassensieg über 100 Kilo schnappte. Mit 1.000 Punkten hätte der Franzose auch Hegyi überholt, so bleibt er hinter dem Österreicher. Riner ist in der bereinigten Olympia-Liste für Tokio momentan zwar qualifiziert, hat aber nur einen Polster von zwei Plätzen. Im Klartext: Er muss in den nächsten Turnieren unbedingt punkten! Deshalb wird er noch im Februar beim Grand Slam in Düsseldorf, sowie im März beim Grand Prix in Rabat und beim Grand Slam in Ekaterinenburg zu sehen sein. Und dort kann, nein MUSS, der 30-Jährige beweisen, dass Paris nur ein Ausrutscher war und sein Denkmal in der Judo-Welt noch nicht wackelt …

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Kageura stoppte Teddy Riners Siegesserie http://www.judo-vienna.at/archive/3300 Sun, 09 Feb 2020 08:25:13 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3300 Sensation beim Grand Slam-Turnier in Paris! Was dem Wiener Stephan Hegyi mit einer Ippon-Niederlage im Golden Score nicht gelang, das schaffte Kokoro Kageura in Runde 3 – der Japaner stoppte in der Klasse über 100 Kilo die Siegesserie von Frankreichs Superstar Teddy Riner, der bis dahin 154 Kämpfe ungeschlagen geblieben war. Für die einzige ÖJV-Platzierung sorgte Laurin Böhler. Der Vorarlberger belegte in der Klasse bis 100 Kilo den guten 7. Platz.

Schon am frühen Morgen war die Accor Hotel Arena, der Sportpalast Bercy, mit 15.000 Zuschauern bis fast auf den letzten Platz gefüllt, denn ihr Liebling Teddy Riner startete erstmals seit sieben Jahren wieder beim Heimturnier. Kurz vor 10 Uhr war es dann soweit. In der ersten Runde mühte sich der Doppel-Olympiasieger und 10-fache Weltmeister aber mit dem Ungarn Richard Sipocz ab. Keine Wertung nach vier Minuten, 2:2 an Shido-Bestrafungen, kein wirklich gelungener Ansatz des 30-Jährigen, der nach insgesamt 6:16 Minuten mit dem dritten Shido für den Ungarn gewann. Hegyi hingegen hatte ein Freilos und konnte frisch in den Zweitrundenkampf gegen Riner gehen. Der Franzose versuchte zunächst einen Harai-Goshi-Ansatz, war dann in den vier Minuten dreimal mit Uchi-Mata gefährlich. Aber Stephan versuchte, sich gegen den 2,05-Meter-Riesen bestmöglich zu wehren, seine Ansätze blieben aber ohne Erfolg. So ging es ohne Wertung und mit 1:1 Shidos in den Golden Score, in dem Riner nach 23 Sekunden ein schöner Selbstfallwurf (Sumi gaeshi) gelang, für den es Ippon gab. Die erste erfolgreiche Technik Riners an diesem Sonntag. Es sollte auch die letzte gewesen sein für den Franzosen, der im Vorjahr nach 17-monatiger Verletzungspause mit dem GP-Sieg in Montreal ein gelungenes Comeback gefeiert hatte, aber in Paris bei weitem nicht an seine gewohnten Leistungen anschließen konnte. Auch nicht gegen Kaguera. Keine Wertung nach vier Minuten, und im dritten Golden Score in seinem dritten Kampf passierte es – Waza-ari für den Japaner und damit das Turnier-Aus für Riner, der weniger Olympia-Punkte als geplant machte. Es war übrigens Riners erste Niederlage seit der WM 2010 in Tokio, als er in der offenen Klasse verlor. Die Superserie ging also nach etwa neuneinhalb Jahren zu Ende …

Die weiteren Österreicher: Johannes Pacher (Volksbank GalaxyTigers) musste eine Auftakt-Niederlage einstecken. Der Studenten-Weltmeister 2019 unterlag bis 90 Kilo dem Montenegriner Srdjan Mrvaljevic nach 1:40 Minuten mit Ippon und wurde dabei mit seinen eigenen Waffen – mit einem Ura Nage – geschlagen. Ausgeschieden sind leider auch der Mühlviertler Daniel Allerstorfer (über 100 Kilo) und die WM-Fünfte Michaela Polleres (Wimpassing), die in der Klasse bis 70 Kilo Masters-Siegerin Saki Niizoe (JPN) unterlag. Erfreulich hingegen die Leistung von Laurin Böhler in der Klasse bis 100 Kilo. Mit zwei Ippon-Siegen erreichte der Vorarlberger das Viertelfinale, das er gegen den WM-Dritten und Masters-Sieger Michael Korrel (NED) mit Waza-ari im Golden Score verlor. In der Trostrunde musste sich Böhler aber dem Kanadier Shady Elnahas nach 16 Sekunden im Golden Score mit Ippon geschlagen geben, nachdem in der regulären Kampfzeit beide ein Waza-ari erzielt hatten. Böhler belegte damit in der Endabrechnung Rang 7.

In den sieben Gewichtsklassen des Sonntags stiegen fünf amtierende Weltmeister auf die Matten. Bei den Männern Sagi Muki (ISR/bis 81 kg), Noel Van´t End (NED/bis 90 kg) und Jorge Fonseca (POR/bis 100 Kilo) sowie bei den Frauen die beiden Französinnen Marie-Eve Gahie (bis 70 kg) und Madeleine Malonga (bis 78 kg). Gewonnen hat aber nur Malonga. Gahie und Van´t End verloren ihre Semifinal- sowie Bronze-Kämpfe und wurden Fünfte, Muki nur Siebenter und Fonseca schied gar im Viertelfinale aus. In Paris fehlten aber auch einige Stars – etwa Saeid Mollaei (bis 81 Kilo), jener Ex-Iraner, der bei der WM 2019 in Tokio auf Anordnung der iranischen Führung verlieren MUSSTE und jetzt für die Mongolei startet, und der Tscheche Lukas Krpalek in der Kategorie über 100 Kilo.

In der Nationenwertung (Medaillen sowie Platzierungen 5 und 7) gewann Japan (3/5/5) vor Frankreich (3/1/2) und Südkorea (1/1/0). Kanada, die Niederlande, die Ukraine, der Kosovo, Spanien, Israel und Belgien sorgten für die weiteren Klassensiege. Dank Böhler landete Österreich unter 680 Judoka aus 115 Ländern auf dem geteilten 31. Platz.

Bild oben: Ein Siegerbild mit Seltenheitswert und ohne den Superstar Teddy Riner. Sein Bezwinger Kageura (links), Sieger Grol und die beiden Dritten, Granda und Tasojew. – Foto: IJF Media.

Alle Ergebnisse aus Paris findet ihr hier.

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Grand Slam Paris: Aus für alle ÖJV-Judoka http://www.judo-vienna.at/archive/3288 Sat, 08 Feb 2020 10:59:02 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3288 Keine Platzierungen gab es für die ÖJV-Judoka am ersten Tag des ersten Grand Slam-Turniers 2020 in Paris. Auch die drei Wiener – Mathias Czizsek (bis 73 Kilo), Katharina Tanzer (48 kg) jeweils in ihrem ersten Kampf und Magdalena Krssakova (bis 63 kg) im zweiten – mussten Niederlagen hinnehmen und schieden aus. Die Favorits hingegen setzten sich allesamt durch.

Czizsek (Volksbank Galaxy Tigers) hatte in der Klasse bis 73 Kilo mit Fabio Basile (ITA) den Olympiasieger von Rio 2016 (damals bis 66 kg) zum Gegner, hielt sich gut und unterlag über die volle Kampfzeit mit Waza-ari. Tanzer (Vienna Samurai) musste sich bis 48 Kilo der Mongolin Urantsetseg Munkhbat nach eineinhalb Minuten mit Ippon geschlagen geben. Krssakova (bis 63 Kilo) ging zweimal in den Golden Score. Nachdem die JC Sirvan-Athletin gegen Maria Centracchio (ITA) nach 41 Sekunden in der Overtime mit Ippon gewonnen hatte, musste sie sich der Slowenin Andreja Leski nach 39 Sekunden der Extrazeit mit Ippon geschlagen geben, nachdem sich beide Judoka schon zwei Shidos eingehandelt hatten.

Da auch Lukas Reiter (Wimpassing/bis 73 Kilo) seinen Auftaktkampf verlor, blieb es der ältesten ÖJV-Athletin vorbehalten, am weitesten zu kommen – der zweifachen Europameisterin Filzmoser im Bewerb bis 57 Kilo. Die 39-jährige Welserin unterlag nach zwei Siegen erst in Runde 3 der Französin Sarah Leonie Cysique (WM-Fünfte 2019) nach 1:22 Minuten mit Ippon, nachdem “Sabsi” schon mit Waza-ari geführt hatte. Am Sonntag sind noch zwei Wiener Judoka auf einer der fünf Matten in der Accor-Arena Bercy im Einsatz. Johannes Pacher bis 90 Kilo und Stephan Hegyi, der über 100 Kilo nach einem Freilos gleich zum Auftakt wohl auf Frankreichs Superstar Teddy Riner treffen wird. Auf einen Spitzenplatz hoffen darf bis 70 Kilo die Wimpassingerin Michaela Polleres.

Der erste Tag in Bercy endete durchwegs mit Favoritensiegen. Bei den Damen setzten sich alle drei amtierenden Weltmeisterinnen – Daria Bilodid (UKR/bis 48 kg), Christa Deguchi (CAN/bis 57 kg) und Clarisse Agbegnenou (FRA/bis 63 kg) – durch. Während es hier kein japanisches Gold gab, waren die Männerklassen fest in asiatischer Hand. Zweimal Gold für Japan, einmal für Südkorea. Die siebente Goldene ging an den Kosovo. Insgesamt kämpfen beim wohl größten Judo-Event der Welt 683 Judoka aus 115 Ländern um wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation

Bild oben: Die ukrainische 48-Kilo-Weltmeisterin Daria BILODID (im weißen Judogi) gewann auch das erste Grand Slam-Turnier des neuen Jahres in Paris. – Foto: IJF.

Alle Ergebnisse aus Paris findet ihr hier.

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