Judo-Landesverband Wien http://www.judo-vienna.at Thu, 03 Sep 2020 09:37:48 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 http://www.judo-vienna.at/wp-content/uploads/2019/06/Logo_LV_NEU60.png Judo-Landesverband Wien http://www.judo-vienna.at 32 32 Schul-Beginn = Judo-Beginn http://www.judo-vienna.at/archive/2073 Thu, 03 Sep 2020 10:06:21 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=2073 Werte Eltern!
Werte Sportsfreunde!

Mit Schulbeginn nehmen auch wieder alle unsere Vereine ihren Betrieb auf und starten mit neuen Anfängerkursen. Aus diesem Grund ist der Schulbeginn die ideale Gelgenheit, auch mit dem Judo-Sport zu beginnen.

Unsere Mitgliedsvereine sind in allen Wiener Bezirken vertreten und bieten fachkundige Ausbildung in Judo, einer Sportart, die eine Bewegungsvielfalt bietet, wie kaum eine andere. Jeder Verein bietet Schnupperstunden an.

Informieren Sie sich auf unserer Vereinsseite, es ist bestimmt ein Judo-Club auch in Ihrer Nähe. Selbstverständlich bieten unsere Vereine Kurse für Kinder und Erwachsene, sowie Anfänger und Fortgeschrittene und Judo-Selbstverteidigung an. Kontaktieren Sie einfach den angeführen Verantwortlichen, falls sie weitere Auskünfte benötigen oder setzten sie sich mit unserem Sekretariat in Verbindung.

Entweder via Mail unter office@judo-vienna.at oder per Telefon unter Festnetz 01/8134165 oder Mobil 0699/11707072.

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In der Pause kamen zwei unter die Haube http://www.judo-vienna.at/archive/4075 Wed, 02 Sep 2020 14:33:45 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=4075 Wenn es schon, corona-bedingt, keine Wettkämpfe gibt, muss man sich eben etwas anderes einfallen lassen – wie zum Beispiel Johannes Pacher und Markus Moser. Die beiden Wiener Judoka kamen im Sommer unter die Haube. Wir vom Landesverband Wien gratulieren den beiden Judoka und ihren Gattinnen und wünschen Alles Glück dieser Welt sowie ein langes, gemeinsames Leben!

Johannes “Jo” Pacher (im Bild oben mit seiner Ariel) war in den letzten Monaten vor der Corona-Pause sehr oft zu Trainings-Aufenthalten in Israel. Das hatte einen Grund. Der Studenten-Weltmeister hatte sich in die israelische Judoka Ariel verliebt. Seine sportlichen Leistungen gingen sprunghaft in die Höhe – so gewann er in Neapel die Universiade. “Es ist so schön, in Tel Aviv mit den Israeli zu trainieren. Das Meer, das Wetter, und ich bin in der Nähe meiner Freiundin”, schwärmte der Volksbank Galaxy Tigers-Judoka. Jetzt wurde aus der Freundin seine Frau – er und Ariel sagten sich gegenseitig “Ja”. Genauso wie ÖJV-Sportdirektor Markus Moser – er gab seiner Ayse (Bild unten) das Ja-Wort. Markus, der aus der Riege von WAT Stadlau kommt, vor einigen Monaten 30 wurde, hat sich als Sportdirektor des ÖJV einen Namen gemacht. Er gilt als hervorragendes Bindeglied zwischen dem Vorstand und Athleten und ist von allen anerkannt. Ein echter Glücksgriff für den Judoverband!

Der Judo-Landesverband Wien wünscht den beiden Paaren – Johannes und Ariel sowie Markus und Ayse – Alles Gute, viel Glück und natürlich auch viel sportlichen Erfolg.

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5:7 verloren – aber Schock um “Sabsi” http://www.judo-vienna.at/archive/4058 Fri, 28 Aug 2020 10:21:04 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=4058 Österreichs Judoka verloren Donnerstagabend im ORF-Studio in Wien den Länderkampf gegen Deutschland knapp mit 5:7 – schlimm aber die Diagnose um die verletzte Sabrina Filzmoser. Die Welserin erlitt im Kampf gegen Theresa Stoll einen Kreuzbandriss und fällt lange aus. Ein echter Schock für das ÖJV-Team! Es war das erste internationale Judo-Event in Corona-Zeiten. Auch auf der World Tour soll es bald wieder losgehen. Die IJF gab heute bekannt, dass Ende Oktober mit dem Grand Slam in Budapest ein Re-Start erfolgen soll. Aber: Ungarn schließt am 1. September wieder seine Grenzen …

Filzmoser hatte sich im Kampf gegen die deutsche Vize-Europameisterin das Knie verdreht, kämpfte aber noch bis zum Schluss. “Sabsi” verlor den Kampf, wurde danach sofort von den Ärzten behandelt. Freitag Nachmittag bestätigten sich die Befürchtungen: Riss des vorderen Kreuzbandes und des Innenmeniskus im rechten Knie. Die 40-Jährige nahm die Hiobsbotschaft mit einer Kampfansage hin. “Ich gebe nicht auf. Ich will bis zur EM im November in Prag fit sein und meine Karriere mit den Olympischen Spielen 2021 in Tokio beenden”, meinte die Welserin, die noch nie eine Knie-OP hatte. “Das soll auch so bleiben”, sagt “Sabsi”, die nach Rücksprache mit mehreren Spezialisten nicht operieren gehen will. “Heute lege ich Topfen auf, morgen setze ich mich aufs Fahrrad.” Wir als Wiener Judofamilie wünschen Sabrina nur Alles Gute und baldige sowie vollständige Genesung.

Sechs Wiener Judoka hatten sich beim ersten internationalen Antreten der “Neuzeit” ihren deutschen GegnerInnen gestellt, aber nur einer konnte einen Sieg einfahren. Johannes Pacher (Volksbank Galaxy Tigers) gewann seinen Kampf in der Klasse bis 90 Kilo gegen Eduard Trippel mit Ippon. Jacqueline Springer (Samurai/bis 48 kg), Magdalena Krssakova (JC Sirvan/63), Christopher Wagner (81), Marko Bubanja (beide Galaxy/bis 100) und im letzten Kampf leider auch Stephan Hegyi (SC Hakoah/über 100 kg) mussten Niederlagen einstecken. Für die weiteren Punkte des ÖJV-Teams neben Pacher sorgten Daniel Leutgeb (Reichraming/bis 60 kg), Lukas Reiter (73), Lisa Grabner (57) und die im IJF-Ranking bestplatzierte ÖJV-Dame Michaela Polleres (alle Wimpassing/bis 70 kg).

Die Szenerie des Länderkampfs war eine skurrile – das Studio 3 im ORF-Zentrum am Küniglberg wurde mit Matten ausgelegt, die deutsche und österreichische Fahne waren gehisst, nur 25 Personen durften sich im Studio aufhalten (nebenan war ein Aufwärmraum), die Kampfrichter trugen Mund-Nasen-Schutz. Es war gespenstisch leise, man hörte den keuchenden Atem der Athleten. Aber es war ein Live-Event im ORF, der auch auf deutschen Plattformen im Internet zu sehen war. So gesehen, unabhängig vom Resultat, war es ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität. Die deutschen Freunde bleiben noch bis Sonntag zum gemeinsamen Training mit dem ÖJV-Kader im Raum Wien.

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Sechs Wiener im Duell mit Deutschland http://www.judo-vienna.at/archive/4051 Wed, 26 Aug 2020 18:47:36 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=4051 Beim morgigen Länderkampf Österreich gegen Deutschland im ORF-Zentrum Wien (live ab 20.15 Uhr in ORF Sport+) steigen sechs Wiener Judoka auf die Matte. Das Duell mit der DJB-Mannschaft ist der erste internationale Auftritt der ÖJV-Judoka nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Schon ab 18 Uhr widmet sich in ORF Sport+ der “Club Sport” den Corona-Problemen der Kampfsportarten.

Da sich die Salzburgerin Lisa Dengg im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hat, wurde in der Klasse bis 48 Kilo Jacqueline Springer von Vienna Samurai nachnominiert. Damit stehen in diesem TV-Länderkampf sechs Wiener Judoka auf der Matte. Neben Springer noch Magdalena Krssakova (JC Sirvan, bis 63 Kilo) sowie bei den Männern Christopher Wagner (bis 73 Kilo), Johannes Pacher (bis 90), Marko Bubanja (alle Volksbank Galaxy Tigers, bis 100) und Stephan Hegyi (SC Hakoah, über 100 Kilo – siehe Bild beim Showtraining vor dem Riesenrad). Während Österreich mit der Welserin Sabrina Filzmoser (zweifache Europameisterin, bis 63 Kilo) und der WM-Fünften Michaela Polleres (Wimpassing, bis 70 kg) erfahrene Athletinnen stellt, musste Bernadette Graf (JZ Innsbruck, bis 78 kg) leider verletzungsbedingt absagen.

Bei den Deutschen, die übers Wochenende noch zum gemeinsamen Training im Raum Wien bleiben, darf man vor allem auf die zweifache Vize-Europameisterin Theresa Stoll (bis 57 kg) sowie auf Karl Richard Frey gespannt sein. Der Halbschwergewichtler war Vize-Weltmeister 2015 und Olympia-Fünfter 2016 in Rio. Den letzten Länderkampf gegen die deutschen Freunde gewann das ÖJV-Team bei der EM 2019 mit 4:2, die Österreicher holten in der Folge Bronze.

Donnerstag, 27. August, ORF Sport+ – ab 18 Uhr: Club Sport zum Thema Kampfsportarten in der Corona-Krise. – Ab 20.15 Uhr live aus dem Studio 3 des ORF-Zentrums: Länderkampf Österreich gegen Deutschland.

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Sportstars 2020 – etwas anders http://www.judo-vienna.at/archive/4038 Fri, 21 Aug 2020 08:52:45 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=4038 Liebe Vereinsverantwortliche, liebe Sportler*innen!

Das Jahr 2020 wird als CORONA – Pandemie-Jahr in die Geschichte eingehen. Eine Gesundheitskrise, die unser aller Leben von einem auf den anderen Tag verändert hat. Nichts war mehr so oder ist mehr so, wie es vorher war. Regeln werden neu geschrieben-die Gesellschaft verändert sich.

Aus diesem Grund haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen das Fest der Wiener Sportstars 2020 nicht im gewohnten Rahmen zu organisieren und ein Alternativ-Event auf die Beine zu stellen. Auch die Welt des Sports ist in höchstem Ausmaß in Mitleidenschaft gezogen worden, Wettbewerbe, kleine und große, ja sogar die Olympischen und Paralympischen Spiele, werden verschoben, manche abgesagt. Vereinssport wird untersagt und nach Monaten stufenweise, mit vielen Auflagen, wieder erlaubt. Die Zukunft ist ungewiss sowohl finanziell als auch organisatorisch.

Weiter zum vollen Schreiben des Sportpools Wien…

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Keine Judo-Bundesliga im Jahr 2020 http://www.judo-vienna.at/archive/4029 Tue, 18 Aug 2020 16:52:04 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=4029 Im Jahr 2020 wird es keine Judo-Bundesliga geben. Diese Entscheidung traf der ÖJV in seiner gestrigen Vorstandssitzung. Daher können die Volksbank Galaxy Tigers ihren Titel in der 1. Bundesliga nicht verteidigen und WAT Stadlau nach dem Meistertitel der 2. Bundesliga 2019 (siehe Jubel auf dem Foto) den Aufstieg nicht vollziehen. Hingegen dürften im Oktober die Staatsmeisterschaft in Oberwart und die U16-Meisterschaft in Eferding, auf zwei Tage aufgeteilt, stattfinden. Nachstehend die Presse-Aussendung des ÖJV mit allen Details.

Judo-Bundesliga wird abgesagt!

Die Vorstandssitzung des Österreichischen Judoverbandes hatte Montagabend ein Hauptthema und das wurde lange diskutiert: Die Austragung der Judo-Frauen- und Männer-Bundesliga. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber alles andere wäre verantwortungslos. Ein Judo-Fest wie in den letzten Jahren in einer vollen Halle in Gmunden ist aktuell nicht denkbar. Ohne Zuschauer ist aber der finanzielle Aufwand nicht zu bewältigen“, begründet ÖJV-Vizepräsident und Haupt-Organisator Hans-Peter Zopf. „Ich darf versprechen, dass wir als Verband mit großem Einsatz daran arbeiten, 2021 einen spektakulären Re-Start zu ermöglichen“, ergänzt ÖJV-Präsident Martin Poiger.

Gerade im letzten Jahr hat es zwischen Serienmeister Volksbank Galaxy Tigers und LZ Multikraft Wels das spannendste Bundesliga-Finale (Männer) aller Zeiten gegeben, das mit einem 9:7-Erfolg der Perchtoldsdorfer nach Verlängerung endete.

Gute Nachrichten gibt es hinsichtlich der U-16-Meisterschaften in Eferding (10./11. Oktober) und der Staatsmeisterschaften der allgemeinen Klasse in Oberwart (17./18. Oktober): Die ÖJV-Top-AthletInnen und der Nachwuchs sollen sich bei zumindest einer Österreichischen Staatsmeisterschaft beweisen können. Die Österreichischen Meisterschaften der Unter-21 und im Mixed-Team werden abgesagt, die U-16-Titelkämpfe in Eferding sowie die Staatsmeisterschaften der allgemeinen Klasse in Oberwart werden an zwei Tagen durchgeführt, um die Anzahl der in der Halle befindlichen Personen gering halten zu können. Besucher werden nicht erlaubt sein, für BetreuerInnen wird es strenge Quotenregelungen geben. „Unter diesen Umständen können wir gewährleisten, dass wir das Gesundheitsrisiko möglichst minimieren“, meint Sportdirektor Markus Moser.

Die Wettkampf-Saison für Österreichs Nationalteam beginnt mit dem Team-Vergleichskampf gegen Deutschland am 27. August im ORF-Zentrum, Studio 3 (live ab 20.15 Uhr in ORF Sport +, ab 18 Uhr wird es schon einen Club ORF Sport + mit Vertretern der wichtigsten Kampfsportarten geben). Die DJB-Auswahl kommt mit 4 Top-Ten-Athletinnen der IJF-Weltrangliste und nicht weniger als 10 potenziellen Olympia-StarterInnen. Gemeinsam wird man auch ein 4-tägiges Trainingslager in der Südstadt absolvieren.

Wolfgang Eichler/Presse ÖJV
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1200 Wien
Tel: +43 664 246 90 84
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http://www.judoaustria.at/

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Leistungssport und Polizei http://www.judo-vienna.at/archive/1604 Fri, 07 Aug 2020 16:57:00 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=1604 Das BM.I beabsichtigt 15 Frauen und Männer für den Polizeidienst im Rahmen der Förderung des Spitzensportes in den Landespolizeidirektionen aufzunehmen. Allerdings ist Eile angesagt, denn die Ausschreibungsfrist endet am 21. August 2020.

Nähere Informationen könnte ihr hier herunterladen:

Leistungssport und Polizei (BMI) (41 Downloads) ]]>
Stephan Hegyis Kampf um den ersten Kampf http://www.judo-vienna.at/archive/3997 Sat, 25 Jul 2020 13:28:09 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3997 Heute vor 22 Jahren, am 25. Juli 1998, erblickte Stephan Hegyi das Licht dieser Welt, jetzt würde der Wiener Judoka aber schon gerne seinen nächsten Gegner erblicken können – aber da muss das Geburtstagskind noch warten. “Die Unsicherheit, wann und wie es weitergeht, ist unangenehm. Ich hoffe, dass wir im Herbst wieder das eine oder andere Turnier bestreiten können”, meint der Schwergewichtler, der für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio per heutigem Stand schon qualifiziert wäre.

In der abgelaufenen Woche fand in Mittersill schon das dritte interne Trainingslager, das zweite mit der Möglichkeit des Randori-Trainings, statt. Anfang August soll das nächste in Salzburg folgen, in der zweiten August-Hälfte dann das erste internationale in Ungarn. “Gerade für mich als Schwergewichtler ist es wichtig, gute Trainingspartner zu haben. Da ist natürlich ein internationales Camp von Vorteil”, sagt der zweifache EM-Dritte, der wie viele andere hofft, dass es heuer wenigstens noch die EM von 8. bis 10. November in Prag geben wird. “Wahrscheinlich werden sie das traditionelle Grand Prix-Turnier im September in Zagreb austragen, aber nicht als ein Turnier mit Olympia-Qualifikationspunkten”, glaubt Hegyi. Also ähnlich, wie man es mit Tennis-Einladungsturnieren oder Leichtathletik-Bewerben schon gemacht hat. Dennoch: den auch für Hegyi seit Jahren gewohnten Reise- und Wettkampf-Zyklus wird es auch diesen Herbst nicht geben. Dabei brennt der Wiener schon auf seinen ersten Kampf – der wird am 27. August im ORF-Studio am Wiener Küniglberg stattfinden, wenn Österreich in einem Länderkampf gegen Deutschland antritt. Der Kampf um den ersten Kampf in oder nach der Corona-Krise.

Hakoah-Judoka Hegyi ist ja, ebenso wie bei den Frauen Magda Krssakova (bis 63 Kilo), nach derzeitigem Stand für Olympia qualifiziert. Der Weg bis Tokio ist aber nicht nur ein real langer, sondern auch in der sportlichen Vorbereitung ein noch ungewisser. Was der frischgebackene 22-Jährige aber auch in Corona-Zeiten positiv und wichtig findet: “Dass wir als Leistungssportler weiter vom Bundesheer und von der Sporthilfe unterstützt werden.” Hegyi hat seinen Geburtstag nicht überschwänglich gefeiert. “Mit der Familie, ganz ruhig – und nur mit Mineralwasser.” Na dann, Prost und Alles Gute zum Geburtstag!

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Faire Krssakova nach Kathrins Rücktritt http://www.judo-vienna.at/archive/3982 Sun, 12 Jul 2020 18:49:45 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3982 Sie könnte eigentlich froh sein, dass ihre interne Rivalin um ein Olympia-Ticket, Kathrin Unterwurzacher (Bild), den Rücktritt von ihrer aktiven Judo-Karriere verkündet hat. Aber Magda Krssakova, wie Unterwurzacher ÖJV-Judoka in der 63-Kilo-Klasse, sieht es anders: “Schade – ich hätte lieber mit ihr noch um das Ticket für Tokio gekämpft.” Ein fairer Standpunkt der Wienerin …

Die ersten zwölf Tage im Monat Juli verbrachten die ÖJV-Kaderangehörigen zum ersten Trainingscamp mit erlaubtem Kontakt in Mittersill. Während dieses Treffens erklärte Unterwurzacher ihren Rücktritt vom Leistungssport. Zu viele Verletzungen, zu viele Hindernisse, das Knie macht nicht mehr so mit wie es aus Sicht der Tirolerin für eine erfolgreiche Olympia-Qualifikation notwendig wäre. Kathrin ist – ebenso wie Magda Krssakova – nach derzeitigem Stand der Dinge für Olympia qualifiziert, aber nur ein Judoka darf pro Land und Gewichtsklasse in Tokio auf die Matte steigen. Unterwurzacher ist im bereinigten Olympia-Ranking der Klasse bis 63 KIlo derzeit Elfte, Krssakova liegt auf Platz 15. In den restlichen Turnieren bis Tokio würde es noch heiße Kämpfe um das begehrte Ticket geben, aber dazu kommt es jetzt nicht mehr. Krssakova: “Ich war geschockt, dass Kathrin aufhört, ich muss das erst verdauen. Ich hätte lieber bis zum Schluss mit ihr um das Ticket gekämpft.” Kathrin und Magda waren zwar interne Rivalinnen, aber sehr gut befreundet. “Wir verstehen uns ausgesprochen gut”, sagt die Judodame des JC Sirvan. “Es tut mir echt leid, dass sie wegen der Knieverletzung aufhören muss. Sie hätte einen besseren Abgang verdient.”

Kathrin Unterwurzacher vom Judozentrum Innsbruck kann auf eine schöne Judo-Karriere zurückblicken. Die 28-Jährige wurde 2016 in Kazan Vize-Europameisterin und 2017 in Warschau EM-Dritte. Auf der World Tour gewann sie neun Turniere, darunter zweimal den Grand Slam – 2015 in Kazan und 2016 in Tokio. 2016 in Rio wurde sie Olympia-Siebente, ein Jahr später war sie in der Weltrangliste Zweite. Im Vorjahr feierte Unterwurzacher mit dem Grand Prix-Sieg in Taschkent ihren letzten Triumph auf der World Tour. Der Wiener Judo-Landesverband dankt der sympathischen Tirolerin für ihren tollen Einsatz für den Judosport und gratuliert nochmals zu ihrer großartigen Karriere. Für ihren weiteren Weg, der sie – hoffentlich – weiter in irgendeiner Form im Judosport erhalten möge, wünschen wir Kathrin Unterwurzacher Alles Gute und viel Erfolg!

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Sportchef Moser: “Judo mit Verantwortung” http://www.judo-vienna.at/archive/3954 Sun, 28 Jun 2020 18:33:23 +0000 http://www.judo-vienna.at/?p=3954 “Wir alle freuen uns, dass wir wieder Judo machen dürfen. Aber wir alle müssen auch mit Verantwortung an diese neue Freiheit herangehen”, sagt ÖJV-Sportdirektor Markus Moser, auf den in den nächsten Wochen und Monaten viel Arbeit wartet. Wir haben mit dem Judoka von WAT Stadlau gesprochen.

Schon Anfang Juni war der Nationalkader zwei Wochen im Sporthotel Kogler in Mittersill, konnte da aber – weil die erhoffte Möglichkeit von Randoris seitens der Gesundheitsbehörden nicht genehmigt worden waren – nicht das gewünschte Programm absolvieren. Ab kommenden Mittwoch ist der Kader wieder im Salzburger Land versammelt, und erstmals darf auch “echtes Judo” trainiert werden. “Wir sind sehr froh darüber”, sagt der 30-jährige Wiener, der sich als ÖJV-Sportdirektor echt herausgemausert hat. “Wir müssen uns aber der Verantwortung bewusst sein, dass wir eine Vollkontakt-Sportart indoor ausüben”, weiß Moser, dass die vom Gesundheitsministerium ausgegebenen Richtlinien voll einzuhalten sind. Nicht nur bei einem ÖJV-Kadertraining, sondern generell. “Die Lockerungen sind früher in Kraft getreten als wir erwarten durften. Jetzt gilt es, diese auch in den Vereinen einzuhalten. Wir müssen dem Judo einen positiven Touch geben, müssen eine Art Vorbildwirkung im Sport leben.”

Viele Fragen sind freilich für den Rest des Jahres offen. Moser versucht, diese so zu beantworten:

Internationale Turniere: “Die IJF hat klar gemacht, dass die Olympia-Qualifikation erst dann wieder gestartet werden kann, wenn Judoka aus ALLEN Ländern teilnehmen können. Aber ich kann mir gut denken, dass die World Tour im September mit dem Grand Prix in Zagreb fortgesetzt wird. Allerdings nur als Turnier und ohne Punkte für die Olympia-Quali. Realistisch ist die EM vom 8. bis 10. November in Prag, allerdings ohne Team-Event. Bis dahin sind es noch vier Monate, da kann die Situation betreffend Reisefreiheit schon besser sein, aber – was wir nicht hoffen – auch wieder schlechter. Es ist alles offen.”

Nationale Bewerbe: “Wir planen mit der ÖM Unter 16 und Unter 21 am 10./11. Oktober in Eferding und eine Woche später mit der Staatseisterschaft in Oberwart. Nach derzeitigem Stand der Dinge können diese Meisterschaften ohne Corona-Tests über die Matte gehen. Betreffend Bundesligen: Wir wollen alle Bewerbe (1. und 2. Liga, Damen) an einem Wochenende oder sogar an einem Tag abhalten, nämlich am 21. November in Gmunden. Bei neun Teams, wie in der 1. Bundesliga geplant, mit zwei Pools, Kreuz-Begegnungen als Semifinale und Finale.

Er selbst hätte in der Corona-Zeit Judo mit seinem Bruder Stefan machen können. Hat Markus aber nicht. “Ich war einige Male im Verein, und wir haben dort das trainiert, was erlaubt war.” Aber ab Mittwoch kann sich auch der Herr Sportdirektor, der einst als großes Nachwuchs-Talent der Stadlauer galt, in Mittersill im Randori austoben. Schön, dass wir schon bald wieder “unseren” Sport voll ausüben können …

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